Noweda-Apotheker will Teleclinic stoppen

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Berlin - Im Kampf gegen den DocMorris-Automat in Hüffenhardt waren mehrere Apotheker mit Unterstützung der Noweda erfolgreich. Nun will ein Kollege gegen das Konzept des Telemedizinanbieters Teleclinic vorgehen, der mittlerweile ebenfalls zu Zur Rose gehört. Und erneut verspricht die Genossenschaft ihre Hilfe.

Mit der Übernahme von Teleclinic hat Zur Rose für massive Proteste in der Apothekerschaft gesorgt. Schließlich drohe die im deutschen Gesundheitswesen tief verwurzelte und bewährte Trennung von Arzt und Apotheker damit ausgehebelt zu werden, so die Noweda. Und so scheint es aus Sicht der Genossenschaft nun tatsächlich zu kommen: Nach dem Ausstieg von Apotheken.de muss der Kunde von Teleclinic sein Rezept an eine Versandapotheke schicken – eine andere Möglichkeit gibt es derzeit nicht.

Thomas Grittmann, Inhaber der Park-Apotheke in Miltenberg, will dagegen vorgehen. Denn aus seiner Sicht werden die Kunden nur unzureichend über diesen Sachverhalt informiert: Auf der Website werde behauptet, man könne das in der Video-Sprechstunde ausgestellte Rezept in einer Apotheke seiner Wahl einlösen. Dies suggeriere auch der Zusatz „Medikamente in Wunschapotheke einlösen oder liefern lassen“. Auch in den FAQ betone Teleclinic, dass der Patient frei entscheiden könne, ob er sein Rezept in einer Vor-Ort-Apotheke oder beim Versandhandel einlösen möchte.

Die Realität sehe jedoch anders aus: Denn eine Rezepteinlösung in den Vor-Ort-Apotheken sei aktuell schlicht nicht möglich, so Grittmann. „Patienten wird suggeriert, dass sie ihr Rezept nach der Online-Sprechstunde direkt bei mir oder bei meinen Kolleginnen und Kollegen einlösen können. Oft handelt es sich um akute Erkrankungen, bei denen das Arzneimittel sofort benötigt wird und nicht auf eine Lieferung des Versandhandels gewartet werden kann“, so der Apotheker. „Es ist naheliegend, dass solche Patienten – wären sie im Vorfeld gut und umfassend informiert worden – auf eine ärztliche Online-Konsultation verzichtet beziehungsweise einen anderen Anbieter gewählt hätten.“

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