MyLife räumt mit „Apotheken-Legenden“ auf

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Berlin - Apothekenpreise und Schubladenzieher: Das Apothekenmagazin MyLife räumt in der aktuellen Ausgabe mit sieben gängigen „Apotheken-Legenden“ auf. Die MyLife wird von Noweda und Burda produziert, erscheint zweimal im Monat und hat nach Angaben des Großhändlers eine Auflage von 2,3 Millionen Exemplaren.

Das erste Klischee ist besonders verbreitet und vermutlich einigen dicht besiedelten Innenstadtlagen geschuldet: „ Es gibt in Deutschland zu viele Apotheken“ Tatsächlich liege Deutschland innerhalb der EU deutlich unter der durchschnittlichen Apothekendichte: Während eine Apotheke EU-weit 3200 Einwohner versorge, seien es hierzulande 4230

Legende 2: Weil die Kunden meist nur sehen, wie Apotheker oder PTA die Arzneimittel aus langen Schubladen ziehen, setzen sie diese Tätigkeit oft mit der Hauptaufgabe einer Apotheke gleich – „Schubladenzieher“ eben. Tatsächlich bedürften Arzneimittel als Ware der besonderen Art eines „akademisch ausgebildeten Sachverwalters“, eines unabhängigen Apothekers. Bei der flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung rund um die Uhr sei die Informations- und Beratungspflicht zentral.

Entsprechend macht auch die Arzneimittelabgabe nicht – Klischee Nummer 3 – den größten Teil der Arbeit aus. „Die Fakten: Bürokratie ist ein echter Zeitfresser in den Vor-Ort-Apotheken“, heißt es in der MyLife. Das frustriere Apotheker und Mitarbeiter gleichermaßen. Ziel müsse der kontinuierliche Bürokratieabbau sein. „Dass im Apothekenalltag Bürokratie dem Patientenwohl nachgeordnet wird, ist also unzutreffend – leider.“ Ob diesen Faktencheck jeder Inhaber unterschreiben würde?

Sicher mit Verweis auf die Tatsache, dass Lieferengpässe zu den größten Belastungen einer Apotheke zählen. Die Hintergründe der Problematik sind den meisten Patienten und Kunden nicht bewusst. „Das bedeutet für die Apotheke maximalen Beratungs- und Informationsaufwand.

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