Malus bei Importen im Blick behalten

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Berlin -

Mit dem neuen Rahmenvertrag wird auch die Importquote neu geregelt. Ab Juli müssen Apotheken eine Einsparung von 2 Prozent des Umsatzes erreichen und eine veränderte Preisstaffel beachten. Das Rechenzentrum NARZ mit der hauseigenen Apotheken-EDV Aposoft hat seine Kunden mit einer simulierten Rechnung auf die neuen Regeln vorbereitet.

Nach den Vorgaben des neuen Rahmenvertrags müssen Apotheken nur noch dann einen Import abgeben, wenn ein Produkt mit dem vorgegebenen Mindestpreisabstand gelistet ist. Ist kein Präparat verfügbar, kann die Position auch künftig mit dem Sonderkennzeichen 2567024 aus der Importberechnung genommen werden.

Neu eingeführt wird eine Staffelung des Mindestpreisabstand zwischen Import und Original: 15 Prozent bis zu einem Preis des Arzneimittels von 100 Euro, in der nächsten Staffel bis 300 Euro pauschale mindestens 15 Euro. Für Arzneimittel, die mehr als 300 Euro kosten, beträgt der Mindestpreisabstand 5 Prozent. Zur Erfüllung der Quote tragen nur Importarzneimittel bei, die den entsprechenden Abstand zum Original wahren. Unter dem Strich ist zudem eine Einsparung von 2 Prozent vom theoretischen Umsatz je Apotheke zu erzielen, wobei Filialen als Unternehmensteil einer Apotheke gelten.

Die geänderten Regelungen könnten zur Verringerung bestehender Guthaben oder sogar Importmalussen führen, warnt das NARZ. Damit sich Apotheken auf die neuen Regelungen einstellen können, hat das Rechenzentrum vorab eine Simulationsrechnung nach den neuen Regelungen geschickt. Die Software Apokompass stellt zudem alle Importgruppen inklusive Einsparmöglichkeiten mit dem jeweils aktuellen Preisstand dar. Alternativ können sich Apotheker preisgünstige Importe nach aktuellstem ABDA-Stand anzeigen lassen, heißt es vom NARZ.

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