Geplant und umgesetzt: Die Corona-Maßnahmen der Kollegen

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Berlin - Die Apotheken bleiben auch im Fall eines Lockdowns geöffnet. Umso wichtiger ist es, dass eine Übertagung des Coronavirus in der Offizin möglichst ausgeschlossen wird. Bei einer aposcope-Umfrage haben mehr als 300 Apotheker und PTA angegeben, welche Maßnahmen bei ihnen im Betrieb umgesetzt werden. Die Auswertung zeigt auch, wie sich die Kunden verhalten. Weitere Aspekte der Befragung: Wie gehen die Teams mit den Schulschließungen um und was kommt in den kommenden Wochen auf sie zu?

Mit dem Beginn der Corona-Krise hat vor allem die richtige Niesetikette und der Verzicht auf Händeschütteln die Runde gemacht. Mittlerweile gehen vor allem in den Apotheken die Maßnahmen weit darüber hinaus. In der Umfrage konnten die 305 teilnehmenden Inhaber, angestellten Approbierten und PTA jeweils angeben, was bei ihnen schon umgesetzt wird oder noch in Planung ist.

Zwei von drei Apotheken (66 Prozent) bieten bereits Botendienst für alle älteren Kunden an, weil diese bei einer Infektion besonders gefährdet sind. Auf der anderen Seite beschränken auch 23 Prozent der Apotheken den Botendienst auf wichtige Fälle. Für die Kunden und Patienten, die in die Offizin kommen, stehen häufig Desinfektionsspender bereit (54 Prozent). Auch Aufsteller vor der Apotheke mit Verhaltenshinweisen sowie Bodenmarkierungen als Abstandhalter gibt es mittlerweile in jeder zweiten Apotheke. Pharmaziestudent Benedikt Bühler hat vor der Apotheke seiner Mutter sogar ein Personenleitsystem wie am Flughafen installiert.

43 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass in ihrer Apotheke Desinfektionsmitteln als Rezeptur in größerem Umfang hergestellt werden. In knapp jeder dritten Apotheke arbeiten gefährdete Kollegen nicht mehr im Handverkauf, auch eine Begrenzung der Kundenanzahl in der Offizin ist keine Seltenheit mehr (29 Prozent). Arbeiten in festen Teams und Plexiglasscheiben am HV-Tisch kommen derzeit noch seltener vor.

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