Temperaturkontrolle

Aufsicht erinnert an Hitze-Regeln APOTHEKE ADHOC, 07.08.2018 17:32 Uhr

Berlin - Die Apothekenaufsicht in Berlin erinnert die Apotheker aus aktuellem Anlass noch einmal an die korrekte Lagerhaltung von Arzneimitteln bei hohen Außentemperaturen. „Sollten die geforderten Lagerungsbedingungen nicht gewährleistet sein, ist die Apotheke gegebenenfalls nicht betriebsfähig“, erinnert das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo). In diesen Fällen sei Rücksprache mit dem Amt zu halten.

Das LAGeSo weist in einem über die Berliner Apothekerkammer verbreiteten Schreiben darauf hin, dass gemäß § 4 Abs. 2d Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) in Apotheken eine Lagerhaltung von Arzneimitteln und Ausgangsstoffen unterhalb einer Temperatur von 25°C möglich sein muss. „Die Einhaltung der Lagerungsbedingungen ist in Eigenverantwortung durch die Apothekenleitung durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen.“ Denkbar sei zum Beispiel die Nutzung mobiler Klimageräte.

Und die Inhaber sollen die Lagertemperatur nicht nur regelmäßig kontrollieren, sondern dies auch dokumentieren. Insbesondere während länger anhaltender Hitzeperioden sei dies „unerlässlich“. Die Kontrolle habe in allen Bereichen der Apotheke zu erfolgen, in denen Arzneimittel und Ausgangsstoffe zur Herstellung von Arzneimitteln gelagert werden.

Doch nicht immer lassen sich ideale Lagerbedingungen gewährleisten. Etwa wenn, wie unlängst bei der Berliner Hauptbahnhof-Apotheke, die Klimaanlage der Hitze nicht mehr Paroli bieten kann und ausfällt. Die Apotheke musste vorübergehend schließen. Das bedeutet nicht nur akute Umsatzeinbußen, sondern in der Folge auch ein großer Aufwand in der Kommunikation mit den Herstellern.

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