Altmedikamente

Apotheken müssen sich selbst helfen

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Die Apotheken müssen sich nach wie vor selbst Gedanken darüber machen, wie sie angenommene Altmedikamente entsorgen. Die aktuellen Gespräche zwischen dem Deutschen Apothekerverband (DAV), Rücknahmeanbietern und Herstellerverbänden haben nach Informationen von APOTHEKE ADHOC bislang nicht zu dem vom DAV angestrebten Ergebnis einer bundesweit einheitlichen sowie kostenfreien Rücknahmelösung geführt.

Bis zu einem konkreten Beschluss könnte es noch dauern: „Da müssen sicher noch viele Gespräche geführt werden“, sagte ein DAV-Sprecher. Der Verband bemühe sich um eine allgemeine Lösung für alle Apotheken. Diese sei nicht in wenigen Tagen oder Wochen herbeizuführen. Die aktuellen Gespräche seien allerdings „sehr konstruktiv“ verlaufen.

Weiter offen ist, ob sich die Hersteller - wie vom DAV gefordert - an den Kosten für die Entsorgung der Altmedikamente beteiligen werden. „Es werden derzeit Modelle für eine neue Entsorgungslösung diskutiert. Erst wenn konkrete Konzepte auf dem Tisch liegen, kann über eine finanzielle Beteiligung einzelner Parteien gesprochen werden“, sagte ein Sprecher des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Der Rücknahme- und Verwertungsanbieter Vfw rechnet mit einer Einigung „noch in diesem Jahr“. Bis dahin müssen die Apotheken mit - in der Regel kostenpflichtigen - Zwischenlösungen arbeiten.

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