Apotheker glauben an Digitalisierung

, Uhr

Berlin - Auch für die Apotheke wird es in Zukunft digitaler zugehen – von der Präsentation über die Kommunikation bis hin zur Fortbildung. Dieser Meinung sind die Teilnehmer der ersten Aposcope-Umfrage von APOTHEKE ADHOC. 75 Prozent finden, dass der Berufsstand Nachholbedarf bei der Digitalisierung hat. Die Kunden dagegen informieren sich nach Meinung des Panels sehr intensiv über das Internet – dabei ist das Wissen über die Preise deutlich stärker ausgeprägt als das Wissen über einzelne Produkte.

519 Teilnehmer des Aposcope-Panels gaben ihre Meinung zum Thema Digitalisierung ab. Demnach nutzt nur jede zweite Apotheke (51 Prozent) elektronische Formate, um ihre Kunden zu informieren. 81 Prozent aus dieser Teilmenge betreiben eine eigene Website. 49 Prozent setzen E-Mailings ein und 47 Prozent Soziale Medien wie Facebook. SMS und Whatsapp sind mit 10 beziehungsweise 8 Prozent von untergeordneter Bedeutung.

Das wird sich zukünftig deutlich verstärken, davon sind die Teilnehmer überzeugt: Für 63 Prozent der Befragten ist klar, dass die Digitalisierung für die Apotheke mehr Nutzen als Risiken birgt. 17 Prozent sind unentschieden, 19 Prozent eher skeptisch.

Privat sieht die Situation schon heute anders aus: 71 Prozent der Apotheker und sogar 88 Prozent der PTA nutzen Facebook regelmäßig. Whatsapp wird sogar noch stärker verwendet: Der Kurznachrichtendienst wird von 85 Prozent der befragten PTA täglich verwendet. Unter den Apothekern sind 68 Prozent jeden Tag über Whatsapp aktiv.

Auch die Kunden sind bereits einen Schritt weiter, so die Meinung: 80 beziehungsweise 75 Prozent haben den Eindruck, dass die Patienten heute insgesamt besser über Krankheiten und Therapien informiert sind als vor Beginn des digitalen Zeitalters. 79 Prozent gaben an, dass das Wissen über Preise heute stärker ausgeprägt sei. Für die Hersteller gibt es dagegen Potenzial: Nur 63 Prozent der Befragten finden, dass Kunden dank des Internets besser über Produkte Bescheid wissen. Entsprechend erwarten 91,2 Prozent, dass die das Online-Marketing der Industrie künftig eine steigende Rolle spielen wird.



Apothekerinnen, Apotheker und PTA, die in einer Apotheke arbeiten, sind eingeladen, sich bei Aposcope aktiv einzubringen. Pro Befragung können Teilnehmer, je nach Dauer und der Anzahl der Fragen, bis zu 90 Euro verdienen, die in regelmäßigen Abständen ausgezahlt oder nach Wunsch an eine Auswahl gemeinnütziger Organisationen gespendet werden können. Weitere Informationen und Registrierung unter: https://www.aposcope.de/selbstreg/registrieren.

Bleiben Sie auf dem aktuellsten Stand und abonnieren Sie den Newsletter von APOTHEKE ADHOC.

 

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Erstmals seit der Wiedervereinigung
Bayern: Weniger als 3000 Apotheken »
Corona-Effekte und Hämophilie-Präparate
Arzneimittelausgaben: Plus 17 Prozent im August »
Mehr aus Ressort
Inhaber erklärt Lieferkonzept
Botendienst: Einmal pro Woche reicht »
Weiteres
Nur noch eine Rezeptur pro Verordnung
Platzmangel durch Hash-Code und Z-Daten»
Dosierungsangabe
Achtung Retax: >>2x»