Internet-Recherche

Erkältungszeit ist Google-Zeit

, Uhr
Berlin -

Die Erkältungssaison lässt auf sich warten, die Abverkäufe in den Apotheken liegen bisher noch deutlich unter dem starken Vorjahres-Niveau. Noch bevor die Kunden mit schniefenden Nasen in die Offizin kommen, weiß Google Bescheid. Bei der mit Abstand führenden Suchmaschine steigen die Suchanfragen aktuell wieder an.

17 Millionen Anfragen mit Gesundheitsbezug werden pro Tag in Suchmaschinen eingegeben. Suchbegriffe rund um das Thema Erkältung gehören zu den am stärksten nachgefragten Inhalten aus dem Bereich Gesundheit.

Rund 180.000 Suchen drehen sich im Durchschnitt täglich um das Thema Erkältung. Im Winter steigt die Zahl auf durchschnittlich 270.000. Häufigste Suchbegriffe sind Erkältung, Nasennebenhöhlenentzündung, Grippe, Husten und Schnupfen. Am häufigsten eingegeben werden laut Google-Analyse Fragen wie „Was hilft schnell gegen Erkältung?“, „Wie lange ist eine Erkältung ansteckend?“, „Was kann ich machen, wenn sich eine Erkältung ankündigt?“, „Wann muss ich mit einer Erkältung zum Arzt?“ und „Wie lange dauert eine Erkältung?“

Mit einem Jahreswachstum von 14 Prozent sind Suchanfragen, die unter das Thema „Erkältung und Grippe” fallen, eine der stärksten saisonal getriebenen, wetterabhängigen Kategorien im Gesundheitsbereich. Laut Google suchen die Deutschen verstärkt nach konkreten Produkten, um Erkältung und Erkältungssymptome frühestmöglich zu behandeln. Hustenmedikamente verzeichnen, wenn man die verschiedenen Subkategorien zusammenfasst, die meisten Suchanfragen.

Bereits im zweiten Quartal 2014 hatten Suchanfragen über mobile Endgeräte die der stationären Computer überholt – ein Trend der sich mit aktuell 59 Prozent fortsetzt.

Bei Google werden alle Suchanfragen automatisch in die entsprechende Kategorie eingeordnet. Über „Google Trends“ können sogar stundenaktuelle Auswertungen gefahren werden. Angezeigt werden jeweils indexierte Werte: Der Maximalwert wird 100 gesetzt, alle anderen Werte werden in Relation gesetzt.

Laut Joss Hertle, der bei Google Deutschland den Bereich Healthcare/Industrie leitet, haben 20 Prozent der Anfragen einen klaren lokalen Bezug. „Patienten wollen wissen, wo die nächste Apotheke ist. Deshalb sollte jede Apotheke sicher stellen, dass sie gefunden wird.“ Meist würden zwar zunächst Symptome in die Suche eingeben: Patienten wollten wissen, was sie haben. Circa 80 Prozent aller Online-Recherchen zu bestimmten Indikationen münden laut Hertle aber direkt in einem Besuch vor Ort. „Das haben noch nicht alle Apotheker begriffen. Die digitale Präsenz ist eine Chance für Apotheken, gefunden zu werden und den Besucherstrom von der Online-Suche in die Apotheke zu lenken.“

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Sparwahn im Gesundheitswesen
Bahr diskutierte bei Burda »
Neuer Anstrich für Pharmakonzern
Neues Logo für GSK »
Mehr aus Ressort
Lüdering geht früher von Bord
Apobank: Noch ein Vorstand weg »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Keine Sicherheitsbedenken
Impfstoff-mRNA in Muttermilch»
Sars-CoV2-Arbeitsschutzverordnung verlängert
Hygienekonzept: Was gilt in Apotheken?»
Schlafprobleme bei Kindern möglich
Paracetamol: Gefahr in der Schwangerschaft?»
Diabetiker:innen bekommen Schwierigkeiten
Lieferengpass bei Insuman: Pen statt Patrone»
Fettleibigkeit verschlechtert die Prognose
Adipozyten fördern Brustkrebswachstum»
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Kassen schicken Geldtransporter zu Apotheke»
Preisanpassung bei Apothekenserver
NGDA: Securpharm wird teurer»
Funktion der Immunzellen gestört
Zecken: Speichel hemmt Abwehr»
Limit für geringfügige Beschäftigung erhöht
Minijob: 70 Euro mehr verdienen»
A-Ausgabe Oktober
90 Seconds of my life»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»
Debatte geht in die nächste Runde
EMA befürwortet Biosimilar-Austausch»
Jede Verordnungszeile einzeln
Mehrfachverordnungen: Wie wird beliefert?»
Was wird von der Kasse erstattet
Retaxgefahr: Sprechstundenbedarf auf Rezept»