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„Apothekenkunden sind immer online“

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Berlin -

Von „Dr. Google“ ist die Rede, weil sich immer mehr Patienten im Internet über ihre Krankheiten informieren und zum Teil auch gleich ihre Arzneimittel bestellen. Franziska Maack vom Internetriesen präsentierte beim Jahreskongress des Bundesverbands Deutscher Versandapotheken (BVDVA) aktuelle Zahlen. Ihr Fazit: „Apothekenkunden sind immer online.“

Weltweit erreichen Google zwei Millionen Suchanfragen – pro Minute. Das sind 33 pro Sekunde. Der Begriff „Heuschnupfen“ wird in Deutschland in einem Jahr etwa 200.000 mal „gegoogelt“. Und dabei sind alle Kombinationen wie „Heuschnupfen Arzneimittel“ oder ähnliche Begriffe nicht mitgezählt. Erwartungsgemäß erreicht mehr als die Hälfte der Suchanfragen zu Heuschnupfen den Internetkonzern zwischen April und Juni.

Insgesamt verzeichnet Google bei allen Apothekenthemen Maack zufolge jährlich einen Anstieg von 23 Prozent bei den Anfragen. Nach „Sonnencreme” suchten 50.000 Nutzer, nach einzelnen Marken sogar teilweise noch mehr. Selbst spezielle Begriffe wie „Après sun” werden tausendfach in die Suche eingegeben. Maacks frohe Botschaft an die Versandapotheken: „Ein Drittel der Nutzer kauft dann auch online Produkte.”

70 Millionen Deutsche haben nach Zahlen von Google ein Mobiltelefon, 60 Prozent davon mit mobiler Internetnutzung. Im Durchschnitt besitzt hierzulande jeder 2,4 Geräte, die ins Internet können.

Der Konzern unterscheidet auch danach, mit welchen Endgeräten die Nutzer ihre Suche starten: Jede dritte Anfrage zum Thema Gesundheit bei Google kommt von einem mobilen Endgerät. Das entspricht Maack zufolge einem Anstieg um 65 Prozent.

Während die Suchanfragen montags bis freitags während der klassischen Arbeitszeiten von 9 bis 18 Uhr überwiegend von Desktop-Computern kommen, übernehmen am Abend und am Wochenende die mobilen Endgeräte die Führung. Mit dem Smartphone gibt es jeden Tag im Durchschnitt 150 Berührungspunkte.

Bei Google ist man überzeugt davon, dass gesammelte Daten Innovationen treiben. Im Gesundheitsbereich ist man besonders stolz auf die Google Flu Trends: Mithilfe von Suchanfragen lässt sich die Verbreitung der Grippe regional sehr genau bestimmen – und vorhersagen.

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