Hilfsmittel

Blutzuckermessgeräte auf Rezept APOTHEKE ADHOC, 23.05.2017 11:35 Uhr

Berlin - Blutzuckermessgeräte gab es in der Vergangenheit kostenlos – Ärzte und Apotheker verteilten sie an die Kunden, weil die Hersteller auf das Geschäft mit den Teststreifen spekulierten. Seit Inkrafttreten des Antikorruptionsgesetzes geht das nicht mehr, stattdessen werden vermehrt Rezepte in den Apotheken eingelöst. Tipps zur Belieferung.

Hilfsmittel können zu Lasten der Krankenkasse abgerechnet werden. Es handelt sich um sächliche medizinische Leistungen, die im Einzelfall notwendig sein können. Diese Produkte können unter anderem einer Behinderung vorbeugen oder ausgleichen sowie Krankheiten verhüten oder eine Verschlimmerung vermeiden. Somit zählen Körperersatzstücke, Seh- und Hörhilfen, Inkontinenz- und Stomaversorgung oder technische Produkte zu den Hilfsmitteln.

Wird ein Blutzuckermessgerät rezeptiert, handelt es sich demnach um eine Hilfsmittelverordnung. Mischverordnungen sind nicht zulässig – ein Arzneimittel und ein Hilfsmittel dürfen nicht zusammen auf einem Rezept stehen. Zudem muss die Ziffer „7“ angekreuzt sein.

Eine Hilfsmittelverordnung darf von der Apotheke beliefert werden, wenn diese dem entsprechenden Vertrag mit der Krankenkasse beigetreten ist und die Produkte im Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen sind. Jedem Produkt wird dort eine Hilfsmittelpositionsnummer (HiMi-Nummer) zugeordnet.
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