Krebsmedikamente

Melphalan: Drei Tote wegen Lieferengpass dpa/APOTHEKE ADHOC, 18.11.2016 18:26 Uhr

Berlin - Nach dem Tod von drei krebskranken Patienten im Universitätskrankenhaus der westfranzösischen Stadt Nantes ermitteln Behörden und Staatsanwaltschaft. Wie der Nachrichtensender BFMTV und andere französische Medien am Freitag berichteten, sollen die Chemotherapie-Patienten im Alter von 61 bis 65 Jahren wegen eines Lieferengpasses ein Ersatzmedikament erhalten haben.

Die Krebspatienten starben zwischen dem 10. und 13. November. Ein vierter Patient, der dieselbe Behandlung mitmachte, sei immer noch im Krankenhaus. Der Fall beschäftige inzwischen auch die Arzneimittelbehörde ANSM und Gesundheitsministerin Marisol Touraine.

Die Patienten hatten nach Medienberichten eine autologe Stammzelltransplantation erhalten und waren mit Cyclophosphamid behandelt worden. Das eigentliche Standardpräparat Alkeran (Melphalan) ist seit Monaten immer wieder defekt; deshalb waren die französischen Ärzte ausgewichen. Allerdings gilt auch Cyclophoshamid als sicher, der Wirkstoff wird seit Jahren eingesetzt.

Melphalan wird vor allem in der Behandlung von Leukämien und Lymphomen zur Vorbereitung auf Stammzelltransplantationen eingesetzt. Es ist in dieser Indikation – insbesondere in seinem Haupteinsatzgebiet, der Hochdosistherapie von Patienten mit Multiplem Myelom – nur schwer durch andere Substanzen zu ersetzen.
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