Parallelhandel

Eine Stimme für alle Reimporteure APOTHEKE ADHOC, 22.11.2019 15:06 Uhr

Da es sich um Originalpräparate der führenden Hersteller handele, seien sie genauso sicher – nur preiswerter. „Dazu nutzen die Importeure Preisunterschiede von Markenarzneimitteln in den einzelnen EU-Ländern. Sie kaufen diese im Ausland kostengünstig ein und bringen sie nach Deutschland. Hier wird das vom Hersteller bereits freigegebene Produkt erneut geprüft“, wird Dr. Friederike Hrubesch-Mohringer, Vorstandsvorsitzende des BAI, zitiert. So versorgten die Importeure Patienten mit Originalmedikamenten zu niedrigeren Preisen. „Dabei sind sie den hohen Sicherheitsstandards verpflichtet, die für alle pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland gelten: Import-Arzneimittel sind Originale zum besten Preis.“

Laut Geller, der im Vorstand des VAD aktiv ist, entlasten Importe Patienten und Krankenkassen 2017 unmittelbar um 264 Millionen Euro, Tendenz steigend. „Bei teuren patentgeschützten Arzneimitteln stellen Importe häufig die einzige preisgünstige Alternative dar. Sie stärken den Wettbewerb, wirken preisregulierend und fördern den Abschluss von Rabattverträgen zwischen Herstellern und Krankenkassen. Das zahlt sich aus.“ Das indirekte Einsparpotenzial belaufe sich auf rund 2,6 Milliarden Euro.

Geller hat parallel gerade den Vorsitz des 1998 gegründeten europäischen Dachverbands EAEPC (European Association of Euro-Pharmaceutical Companies) übernommen. Auch sieht er für seine Amtszeit einige Herausforderungen. „Europa sieht sich im Wesentlichen zweier Probleme ausgesetzt, der Bezahlbarkeit und der Verfügbarkeit von Arzneimitteln. Auch in den kommenden Jahren wird unsere Branche den gesellschaftlichen Wert des Marktes nachweisen, indem wir weiterhin zu den benötigten Einsparungen beitragen und auch pan-europäische Lieferschwierigkeiten beseitigen helfen können.“

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