Arzneimittelzulassung

Broich: „Wir sehen uns als Partner der Industrie“ Dr. Kerstin Neumann, 27.04.2016 15:27 Uhr

Berlin - Zulassungsbehörden und Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) wollen sich künftig besser abstimmen, um Herstellern einheitliche Vorgaben machen zu können. Dass im Rahmen der Nutzenbewertung innovative Medikamente vom Markt genommen werden, müsse das Gesundheitssystem aber aushalten.

„Wir sind auf einem guten Weg“, so Professor Dr. Karl Broich, Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bei der Veranstaltung „Evidenzbasierte Medizin“ des Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA). Insbesondere mit dem G-BA sei man inzwischen regelmäßig im Austausch. „Wir tauschen sogar Personal gegenseitig aus und haben ein viel größeres gegenseitiges Verständnis für unsere Positionen entwickelt“, sagte Broich. Das komme vor allem den forschenden Arzneimittelherstellern zu Gute.

Erneut betonte der BfArM-Chef, dass auch die Hersteller frühzeitig ihre Hausaufgaben zu machen hätten. Die Studiendesigns seien inzwischen so umfangreich und komplex, dass es für die Firmen fatal sein, wenn die Untersuchungen am Ende an regulatorischen Hürden scheiterten. „Wir sehen uns nicht als Gegner, sondern als Partner der pharmazeutischen Industrie“, betonte Broich.

Es sei unbedingt notwendig, frühzeitig das Instrument der wissenschaftlichen Beratung einzusetzen, die das BfArM anbiete. „Inzwischen machen wir das mit dem G-BA zusammen. So können von Anfang an auch die unterschiedlichen Fragestellungen beider Seiten in die Studienplanung mit einfließen“, so Broich. Das spare für die Hersteller viel Aufwand und Kosten und komme letztendlich dem Patienten zu Gute.

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