Apotheke feiert 135 Jahre

„Apotheken brauchen Markenbildung“ Carolin Ciulli, 19.09.2019 07:58 Uhr

Berlin - Im Hamburger Bezirk Altona mangelt es nicht an Apotheken. Um die geschäftige Große Bergstraße befinden sich gleich mehrere Betriebe in wenigen hundert Metern. Eine der ältesten ist die Einhorn Apotheke. Seit 135 Jahren behauptet sich der Standort und trotzt auch Newcomern wie Easy ohne Wimpernzucken. Das Jubiläum wird groß gefeiert.

Die Einhorn Apotheke Hamburg Altona wird von Dr. Hella Dierking in dritter Generation geführt. Die Pharmazeutin übernahm 1988 den Familienbetrieb von ihrem 76-jährigen Vater, Horst Dierking. Sie kam aus der Industrie und entschied sich bewusst für die Selbstständigkeit. Mit ihr kam es auch zu einer der Spezialisierungen der Apotheke: Endokrinologie. Vor etwa 30 Jahren wurde der Betrieb zum pharmazeutischen Ansprechpartner für eine auf Hormontherapie spezialisierte Praxis.

Die Apotheke habe all die Jahre erfolgreich überlebt, sagt PTA Susanne Cammann, die zuvor für Werbeagenturen tätig war und seit fünf Jahren wieder vor Ort in Apotheken tätig ist. Sie arbeitet zwei Tage im Handverkauf und kümmert sich ansonsten um das Marketing. „Der Erfolg liegt in der Positionierung.“ Im gestiegenen Wettbewerb habe die Apotheke immer an ihren Kernthemen festgehalten: Beratung uns Spezialisierung. „Als vor drei Jahren eine Easy-Apotheke dazukam, hat uns das keine Sorgen bereitet“, so Cammann. „Wir wollten und mussten uns nicht in einen Preisrausch begeben.“

Der Betrieb ist auf mehrere Zielgruppen ausgerichtet. Zusätzlich zu Hormontherapie-Patienten sind dies auch junge Familien und Anwohner. „Wir haben einen großen Stammkundenbereich“, sagt Cammann. Viele suchten Beratung und bräuchten Sicherheit. Nicht allen Kunden gehe es um Geld. Die Apotheke hat sich auf Hormon-Rezepturen spezialisiert. „Wir bieten individuelle Dosierungen, die die Industrie nicht ausreichend liefert.“

Die Einhorn Apotheke verschickt die Individualrezepturen deutschlandweit. „Dafür sind wir bereits lange bekannt.“ Bereits nach dem Krieg steckte Friedrich Dierking viel Energie in die Herstellung. 1943 wurde die Apotheke bei einem Bombenangriff zerstört. Sechs Jahre später wurde sie am alten Standort wieder aufgebaut.

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