Angriff auf Aspirin

Stada bringt Grippostad Complex Nadine Tröbitscher, 21.01.2019 09:58 Uhr

Berlin - Stada bläst zum Angriff auf Aspirin Complex. Der Außendienst ist bereits in den Apotheken unterwegs und sammelt die ersten Bestellungen ein. Der Zeitpunkt scheint günstig, denn Bayer hat in der aktuellen Saison mit Lieferproblemen beim Topseller zu kämpfen. Im Sommer soll Grippostad Complex in den Regalen stehen.

Grippostad Complex ist in der Zusammensetzung identisch mit Aspirin Complex (Acetylsalicylsäure 500 mg/Pseudoephedrin 30 mg) und soll als Trinkgranulat auf den Markt kommen. Der Name wurde vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bereits genehmigt. Wie beim Konkurrenzprodukt werden Packungen zu 10 und 20 Beutel erhältlich sein. Auch beim Preis folgt Stada dem Original, die Indikation ist ebenfalls dieselbe: Das Arzneimittel kann zur symptomatischen Behandlung von Schleimhautschwellungen der Nase und der Nebenhöhlen sowie Schnupfen mit Schmerzen und Fieber aufgrund eines grippalen Infektes angewendet werden.

Aspirin Complex, Grippostad und Wick (P&G) sind mit jeweils rund 30 Prozent Marktanteil die drei großen Marken unter den Grippemitteln. Platz 4 beansprucht Boxagrippal (Sanofi) für sich. Für den Launch von Grippostad Complex hätten auch die Lieferprobleme bei Bayer eine Rolle gespielt, verrät Geschäftsführer Dr. Ralph Grobecker. Generell passe die Erweiterung aber zur Strategie, Grippostad zur Dachmarke zu erweitern. In Bad Vilbel setzt man bereits in der aktuellen Saison einen Schwerpunkt auf die Stickpack-Variante.

„Mit Grippostad Complex können wir ein Produkt anbieten, das eine andere Zielgruppe erreicht, als das klassische Grippostad C“, so Grobecker weiter. Während der Klassiker ein „Generalist“ sei und naturgemäß keine spitze Zielgruppe habe, erreiche der Newcomer eher die männliche sowie jüngere Zielgruppe. Außerdem liege der Fokus beim neuen Produkt auf der sofortigen Linderung der verstopften Nase – ein Effekt, den die Hartkapseln mit Paracetamol, Ascorbinsäure, Koffein und Chlorphenaminmaleat nicht gleichermaßen bewirken können. „Das Trinkgranulat verbreitert die Kundenbasis“, so Grobecker. Nicht zuletzt weil Pseudoephedrin-haltige Arzneimittel etwa 26 Prozent unter den Grippemitteln ausmachen.

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