Nasensprays

Xylo für Kids: Pädiater sind zurückhaltend APOTHEKE ADHOC, 02.02.2018 13:21 Uhr

Berlin - Abschwellende Nasensprays und -tropfen für Kinder sind zu hoch dosiert. Als erster Hersteller hebt GlaxoSmithKline (GSK) die Altersgrenze für Otriven an – und spiegelt damit das Verordnungsverhalten vieler Pädiater wider.

Nur in Ausnahmefällen seien abschwellende Tropfen und Sprays für Kinder zu empfehlen, so Dr. Jakob Maske, Sprecher des Berufsverbands der Kinder und Jugendärzte (BVKJ) in Berlin. „Es geht gar nicht so sehr um den Suchteffekt. Dieser ist weniger entscheidend.“ Vielmehr gehe um die akuten Nebenwirkungen.

Zwar wirken Nasensprays und -tropfen in erster Linie lokal als Vasokonstriktoren. Doch selten rufen sie auch systemische Effekte am Zentralnerven- beziehungsweise Herzkreislaufsystem hervor. Auch in den Beipackzetteln finden sich Hinweise, dass systemische Wirkungen bei höheren Dosen auftreten können.

Zu den bekannten Nebenwirkungen gehören Herzklopfen, Tachykardie und Hypertonie – diese werden mit einer Häufigkeit von 1 bis 10 von 10.000 Kindern angegeben. Seltener sind Arrhythmien, Konvulsionen, Halluzinationen und Apnoe, die bei weniger als jedem 10.000 Kind auftreten.

Auch um Nasenbluten und das Austrocknen der Nasenschleimhaut zu vermeiden, verordneten er und seine Kollegen die entsprechenden Präparate nur zurückhaltend, so Maske. Nur in ernsten Fällen – etwa bei Atemproblemen oder damit verbundenen Schlafstörungen – kämen die Produkte zum Einsatz.

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