Opioid-Abhängigkeit

Naloxon: Der Lebensretter im Rucksack dpa, 03.11.2018 11:38 Uhr

Berlin - Eine Überdosis Drogen kann tödlich sein. Davon zeugen jährlich zahlreiche Todesopfer in Deutschland. Aber mit dem Notfallmedikament Naloxon verbessern sich die Überlebenschancen für Suchtkranke. In Baden-Württemberg bietet der Drogenverein Mannheim daher nun regelmäßige Schulungen für die gefährdete Gruppe an.
 

Heroinabhängige leben gefährlich. Allein in Baden-Württemberg starben im vergangenen Jahr 160 Menschen den
Drogentod. Die meisten von ihnen waren Opfer einer Überdosis. „Dabei gibt es mit Naloxon längst ein Medikament, mit dem sich Leben retten lässt“, sagt Cornelia Schartner vom Drogenverein Mannheim (DVM). Aber nur wenige Suchtkranke haben das lebensrettende Medikament bei sich.

Das will der Drogenverein ändern. Deswegen schult die 30 Jahre alte Sozialarbeiterin des DVM seit Wochen Abhängige regelmäßig im Umgang mit dem Medikament und verteilt Notfall-Sets an sie. Damit ist der DVM im Südwesten eine der ersten Einrichtungen, die Laien über die Anwendung von Naloxon informieren. Daneben bietet auch die Aids-Hilfe Tübingen-Reutlingen solche Workshops an, bald auch im Uni-Klinikium Tübingen, wie ein Sprecher sagt.

Der Wirkstoff Naloxon kann seit diesem Jahr als Spray verabreicht werden. Bisher konnten in Deutschland nur Notärzte und Sanitäter Naloxon intravenös an Patienten verabreichen. Der Stoff spült die von Opiaten besetzten Rezeptoren in kurzer Zeit frei. Das hebt für etwa 30 Minuten die Wirkung auf, die etwa zur Atemlähmung führen kann. So bleibt Zeit, Notarzt und Rettungswagen zu alarmieren.

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