Arbeitsrecht

Vorsicht beim Nebenjob Carolin Bauer, 14.03.2018 13:48 Uhr

Berlin - Reicht das PTA-Gehalt vorne und hinten nicht, kann ein Nebenjob aus der finanziellen Misere helfen. Apothekenmitarbeiter dürfen sich abseits der Offizin etwas dazu verdienen – auch während der Elternzeit. Allerdings gilt es, vor der Jobzusage einige Regeln zu beachten, um keine Kündigung zu riskieren.

Zeitungen austragen, Kellnern, Nachhilfe: Die Auswahl an Nebenjobs ist groß. Wie viel abseits der Offizin gearbeitet werden kann, hängt auch vom Vertrag mit dem Apothekeninhaber ab. Denn die Höchstarbeitszeit pro Tag liegt laut Paragraph 3 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) bei zehn Stunden. Eine Vollzeit-PTA könnte demnach täglich zwei Stunden zusätzlich arbeiten.

Entschließt sich eine PTA für ein zweites Standbein, sollte die Nebentätigkeit vor Vertragsunterzeichnung mit dem Chef abgesprochen werden. Eine Nebentätigkeit ist grundsätzlich erlaubt, wenn sie im Vertrag nicht ausgeschlossen wurde. Das gilt auch dann, wenn der Hauptarbeitgeber seine ausdrückliche Genehmigung nicht gibt. Der Stimmung in der Apotheke hilft jedoch ein offener Umgang. Der Chef sollte seinen Segen bestenfalls schriftlich geben.

Im Rahmentarifvertrag ist kein Nebentätigkeitsverbot geregelt. „In Arbeitsverträgen finden sich teilweise unzulässige Einschränkungen zur Nebenbeschäftigung“, sagt Adexa-Juristin Minou Hansen. „Wir haben nicht selten Anfragen zu Nebenbeschäftigungen“, so die Leiterin der Rechtsabteilung bei der Apothekengewerkschaft. Generell gehe es bei Nebenjobs meistens um Apotheker oder PTA, die in zwei Apotheken arbeiten, weil ihnen nur Teilzeittätigkeiten angeboten werden.

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