PTA des Jahres

Metal-PTA trägt Krönchen zum Sieg

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München -

Sebastian Giemsch ist PTA des Jahres 2016. Er ist der erste männliche PTA, der den Contest für sich entscheiden konnte. Giemsch freut sich über den Titel und natürlich auch über das Preisgeld. Die 2000 Euro wird er nutzen, um sein Auto abzuzahlen und seine Freundin zum Essen einzuladen. Das Apothekenteam der BerlinApotheke am Oranienburger Tor darf sich über ein Teamevent freuen.

Der 26-jährige Metal-Sänger aus Berlin setzte sich gegen acht Mitbewerber im Finale durch. Es galt einen Wissenstest, Beratungs- und Verkaufsgespräch sowie die Herstellung einer Rezeptur zu bestehen. Im direkten Vergleich haben die Finalisten mit Fachwissen, Geschick und Beratungskompetenz gepunktet.

Giemsch bot der Jury ein stimmiges Gesamtpaket. Besonders überzeugen konnte er beim Herstellen der Rezeptur, er erhielt technisch zehn von zehn möglichen Punkten. Herzustellen galt es eine orale Omeprazol-Suspension für einen neun Monate alten Säugling. Auch die Sonderfragen stellten für Giemsch kein Problem dar. Seine Mitstreiterinnen lagen – auch aufgrund andauernder Nervosität – hinter ihm.

Giemsch, der nicht nur mit seinen Spezialgebieten, HIV und Hepatitis, ein Exot ist, konnte die Jury von sich überzeugen. Er habe einfach alles genauso gemacht wie auch in der Apotheke, die Kundin wie eine Freundin beraten. Auch Spezialrezepturen stellt er oft her, daher war die anspruchsvolle Rezeptur eine Herausforderung, die er mit fachübergreifendem Wissen meisterte. Im Beratungs- und Verkaufsgespräch beriet er zu Blasenentzündung und Verstopfung einer Katze.

Nur kleine Nuancen gaben den Ausschlag für den Sieg. Daniela Süß belegte Platz zwei und Platz drei geht an Juliane Weber. Die ersten drei erhalten ein iPad Mini und für alle neun gab es einen Fortbildungsgutschein für ein Seminar von Pharma Privat.

Der Preis PTA des Jahres wird vom privaten Großhändler Pharma-Privat verliehen. Fiebig-Geschäftsführer Andreas Sauer betonte die super Leistungen aller neun Finalisten. Es war ein intensiver Tag und er wäre froh, wenn er eine Apotheke mit so „geilen Mitarbeitern und so engagiertem Personal“ hätte. Sie alle könnten „den Apotheker unterstützen und ihm Freiraum für seine wissenschaftlichen Aufgaben“ geben. Dies sei der Grundgedanke seit der Entstehung des PTA-Berufes 1968.

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