Wechselwirkung

Arzneimittel und Sonne: Das kann passieren APOTHEKE ADHOC, 25.05.2018 21:30 Uhr

Starke Rötungen, Blasenbildung, Ausschlag oder Schuppung können die Folgen sein. Langfristig kann eine Fehlpigmentierung der Haut mit hellen (Hypopigmentierung) oder dunklen (Hyperpigmentierung) Flecken auftreten. Diese photochemischen Reaktionen werden durch die langwelligere UVA-Strahlung ausgelöst. Sie kann im Gegensatz zur UVB-Strahlung auch durch Glas und Kleidung in die Haut eindringen. Dort werden komplizierte chemische Reaktionen in Gang gesetzt, denn die Arzneistoffe vermögen Photonen aus der UV-Strahlung zu absorbieren. Dadurch gelangen sie kurzzeitig in einen angeregten energetischen Zustand. Wird dieser wieder verlassen, wird die überschüssige Energie in Form von Wärmeenergie abgegeben. Dieser Hitzeüberschuss führt zu Hautreizungen und Hautschäden.

Ob eine solche Reaktion entsteht, hängt von den Eigenschaften der Haut und des Wirkstoffes ab. So spielen Hautdicke, Körpertemperatur und Behaarung eine Rolle. Beim Wirkstoff fallen die chemischen und physikalischen Eigenschaften wie pH-Wert oder Lipophilie ins Gewicht. Aber auch die Art der Applikation sowie die Wirkstoffkonzentration und die verwendeten Hilfsstoffe können entscheidend sein.

Um Hautreaktionen zu vermeiden, sollten die Auslöser am besten gemieden werden. Bei Medikamenten ist ein einfaches Absetzen aber nicht möglich, vor allem wenn es sich um eine Dauermedikation handelt. In Rücksprache mit dem Arzt kann womöglich die Dosis auf ein Minimum reduziert werden. Betroffene sollten die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden und immer einen hohen UV-Schutz auftragen oder Kleidung mit einem ausgewiesenen UV-Schutz tragen.

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