Alternativen zu Otriven für Säuglinge

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Wenn Eltern das Risiko hier ebenfalls zu hoch erscheint, kann man darüber hinaus im Bereich der Fertigarzneimittel auch alternative Therapieoptionen wie isotone Kochsalzlösung anbieten. Auch bei Säuglingen kann NaCl 0,9 % zu einer sanften Abschwellung der Nasenschleimhaut führen. Produkte wie Emser Nasentropfen (Siemens & Co.), Rhinomer Babysanft (GSK) und Olynth Salin (J&J) werden allerdings nicht zwangsläufig von den Kassen übernommen.

Rezeptur als Alternative

Im NRF finden sich nur Rezepturen für die Anwendung am Auge. Das NRF verweist darauf, dass sich „die Zubereitungen […] in der Zusammensetzung nicht wesentlich von Zubereitungen zur Anwendung in der Nase“ unterscheiden. Auf 100 g konservierte Augentropfen kommen 0,025 g Xylometazolin-HCl, 0,8 g Natriumchlorid, 10 g edetathaltige Benzalkoniumchlorid-Lösung 0,1 Prozent (NRF S.18), nach Bedarf Natriumacetat-Lösung 0,1 Prozent und Wasser für Injektionszwecke. Auch eine unkonservierte Variante wird vorgestellt. Hier kann die pH-Einstellung aufgrund fehlender pH-aktiver Substanzen entfallen.

Beide Rezepturen könnten in eine Pipettenflasche abgefüllt werden. Die nasale Anwendung würde jedoch auch hier in den Off-label-Bereich fallen. Für Eltern, die mehr Anwendungssicherheit bei einem Xylometazolin-haltigen Produkt haben möchten und bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen, könnte dies eine Alternative sein.

Das NRF gibt einen Verweis auf eine niederländische Rezepturvorschrift. Im Formularium der Nederlandse Apothekers (FNA) ist eine rezepturmäßige Herstellung der Nasentropfen standardisiert.

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