Via-Apotheken wollen impfen

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Berlin - Mit dem Masernschutzgesetz könnte auf die Apotheken eine neue Aufgabe zukommen. Denn darin sind Teile des zerlegten Apothekenstärkungsgesetzes (VOASG) enthalten wie das Modellvorhaben zu Grippeschutzimpfungen. Der Verband innovativer Apotheken (Via) bietet der Politik und den Krankenkassen Unterstützung bei der Umsetzung des im Bundestag diskutierten Gesetzes an.

Die im Verband organisierten Apotheken seien bereit, sich an dem im Gesetzentwurf vorgesehenen Modellvorhaben zu beteiligen, sagte Via-Vorsitzender Thomas Anthes. Der Guten Tag-Apotheker ist Gründungsmitglied des neuen Verbands mit rund 200 Mitgliedern. Das Gesetz nutze den Menschen sowie dem Gesundheitswesen und hilft gleichzeitig den überlasteten Ärzten.

Trotz aller Aufklärungsmaßnahmen über die Gefahren dieser schwerwiegenden Infektionskrankheit lassen sich dem Verband zufolge in Deutschland immer noch zu wenige Menschen gegen Grippe impfen. Jedes Jahr sterben daran allein in Deutschland rund 20.000 Menschen. Erfahrungen auch aus dem europäischen Ausland zeigten, dass die Beteiligung der Apotheken an den Impfungen deutliche Verbesserungen bringen können.

Via will unter anderem neue Dienstleistungen für Apotheken entwickeln und anbieten. Das wichtigste Ziel ist laut Verbandsangaben aktuell die Wiederherstellung der Preisbindung bei Rx-Arzneimitteln. Auch der Rahmenvertrag gehöre gekündigt. Weitere Themen seien Entbürokratisierung, die Einführung einer Beratungspauschale und die regelmäßige Anpassung der Apothekenvergütung. Via engagiert sich zudem für Verträge mit Krankenhäusern zur Entlassmedikation und steht für die Einführung von Folgerezepten. Zudem sind Konzepte zur Nachwuchsförderung für Apothekenmitarbeiter geplant.

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