Software für den Medikationsplan

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Berlin - Ein Scan, schon ist die gesamte Medikation eines Patienten im Computersystem: Der bundesweit einheitliche Medikationsplan und seine Umsetzung in der Praxis ist eines der Hauptthemen der diesjährigen Messe „Connecting Healthcare IT“ (conhIT). Annette Widmann-Mauz (CDU), Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium (BMG) und Schirmherrin der Veranstaltung, warb für das E-Health-Gesetz. Der Blogger und Buchautor Sascha Lobo warnte vor zu viel Datengläubigkeit.

Verschiedene Unternehmen stellten vor, wie der Medikationsplan eingelesen, bearbeitet und für den Patienten ausgedruckt werden kann. Ab Oktober 2016 sollen Patienten, so sieht es das geplant E-Health-Gesetz vor, ein Recht auf einen ausgedruckten Plan haben. Außerdem soll er in Zukunft auf der Gesundheitskarte hinterlegt sein. Die Medikationsdaten werden nicht zentral gespeichert, sondern in einem 2D-Code verschlüsselt. Dieser Code auf dem ausgedruckten Plan kann von jedem Scanner eingelesen werden.

Darüber hinaus bieten die Software-Unternehmen wie ID (Information und Dokumentation im Gesundheitswesen), Telekom, MMI und RpDoc verschiedene Zusatzleistungen an, wie etwa Interaktions- und Nebenwirkungschecks anhand verschiedener Datenbanken, die Überführung der Medikation in die Hausliste bei Aufnahme im Krankenhaus oder die die Rückführung zum Rabattvertragsarzneimittel bei der Entlassung. Die Hinweise für die Patienten werden zum Teil zusätzlich durch Symbole dargestellt, die Indikation kann mitunter auch in „Laiensprache“ angegeben werden.

Daneben sind in diesem Jahr Mobilität, Sicherheit und Vernetzung Hauptthemen der Messe. Widmann-Mauz betonte beim Eröffnungskongress, dass IT-Anwendungen im Gesundheitswesen gleichermaßen Chance und Herausforderung seien. „Es geht darum, die hohe Qualität der Versorgung zu erhalten, aber auch die Bezahlbarkeit des Systems. Die Digitalisierung kann ein wichtiger Beitrag sein“, so Widmann-Mauz. So könne es beispielsweise Telemedizin statt einen Ärztemangel auf dem Land geben.

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