Kommentar

Taschengeld der Kassen Désirée Kietzmann, 15.06.2009 13:39 Uhr

Berlin -

Die AOK-Rabattverträge haben Deutschlands Apotheker und ihre Verbände in ein Dilemma geführt. Zwar versprachen sich AOK und DAV konstruktive Zusammenarbeit. Doch das Thema Zusatzvergütung ist ein zweischneidiges Schwert. Während die AOK Patienten und Apotheker durch eine minimale Beteiligung an den Einsparungen bei der Stange halten will, ist in der öffentlichen Debatte eine Aufwandsentschädigung für die Apotheken nur schwer zu vermitteln.

Zwar ist der Mehraufwand unbestritten. Doch bislang konnten die Apotheker mit ihren Kunden gemeinsam über die Rabattverträge schimpfen. Das fällt mit der Sondervergütung weg. Von außen betrachtet wird der Apotheker zum verlängerten Arm der Kasse. Medien und Generikahersteller - zum Teil immerhin AOK-Vertragspartner - zerrissen die ersten befristeten Vereinbarungen.

Den Kassen kommt die Diskussion vielleicht nicht ungelegen, solange das Thema Kassenabschlag nach wie vor ungeklärt ist. Die Position der Apotheker wird nach den neuen Vereinbarungen geschwächt: Mehrbelastungen durch die Rabattverträge waren eines der Argumente für die anvisierte Absenkung des Zwangsrabatts.

Nun ist der Mehraufwand vermeintlich abgegolten. Zwar wird der Kassenabschlag turnusgemäß und unabhängig von den Rabattverträgen verhandelt. Doch wenn die Apotheker Pech haben, sticht genau diese Karte in den Verhandlungen. Dann profitieren alle Kassen von der Marktmacht der AOK.

Für die Pharmazeuten dürfte es in den Gesprächen übrigens kaum Alternativen gegeben haben: Das AOK-Angebot für eine Sondervergütung ließ sich ebenso wenig ausschlagen wie annehmen. Ein sehr effektives Taschengeld aus Sicht der Kassen.

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