Söder fordert Corona-Impfungen in Apotheken

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Berlin - Bayerns Ministerpräsident fordert, dass künftig auch in Apotheken Corona-Impfungen durchgeführt werden. Mit zunehmenden Impfstofflieferungen müssten „jetzt schon alle denkbaren Strukturen“ aufgebaut werden, um in den kommenden Wochen und Monaten einen möglichst reibungslosen Ablauf der Impfkampagne zu ermöglichen.

Ministerpräsident und CSU-Chef Söder fordert, dass Corona-Impfungen künftig nicht mehr nur in Impfzentren und Arztpraxen durchgeführt werden. „Generell gilt: Wir brauchen Ärzteteams, die in mobilen Impfstationen in Supermärkten impfen können. Auch in Apotheken sollte geimpft werden“, so Söder am Mittwoch gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“. „Es darf kein Impfstoff liegen bleiben, und vor Ort muss es schnell gehen – ohne lange Wartezeiten.“

Denn nach Monaten der Impfstoffknappheit steuert Deutschland auf das nächste Nadelöhr zu – so zumindest die Befürchtung. Denn dann könnten zwar dutzende Millionen Impfstoffdosen zur Verfügung stehen, aber Praxen und Zentren mit den Terminen nicht mehr hinterherkommen, wenn die Priorisierungen aufgehoben werden. Söder fordert, dass sich das Land frühzeitig auf diesen Moment vorbereiten müsse. Zwar würden alle bereits vereinbarten Termine für die priorisierten Personengruppen erhalten bleiben. „Aber wir müssen jetzt schon alle denkbaren Strukturen aufbauen für die Zeit, wenn wir noch mehr Impfstoff bekommen“, so Söder.

Bundesweit soll die Priorisierung im Juni fallen, Bayern will aber vorangehen und schon im Mai so weit sein. „Der Impfturbo startet durch, wenn wir schneller und breiter impfen. Wichtig ist, dass wir die Priorisierung schon früher auslaufen lassen und mehr Gruppen einbeziehen“, so Söder. Damit meint er explizit auch jüngere Bevölkerungsgruppen: Bereits im Juni sollen Schulabschlussklassen in Bayern ein Impfangebot erhalten, denn: „Besonders wichtig ist es auch, Schüler einzubinden, um jungen Menschen eine Perspektive für mehr Freiheit zu geben.“ Genauso wie Betriebs- und Familienimpfungen müssten Schulimpfungen ein fester Baustein sein, um schnell aus der Pandemie herauszukommen.

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