Kammer: Diese Punkte müssen geklärt sein

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Berlin - Bei der Bayerischen Landesapothekerkammer (BLAK) steht man dem Vorschlag von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Corona-Impfungen auch in Apotheken durchzuführen, aufgeschlossen gegenüber. Allerdings müssten einige Dinge geklärt sein.

Wichtig ist den Apotheker:innen Bayern, dass verschiedene Eckpunkte vor einem möglichen Startschuss geklärt sind beziehungsweise berücksichtigt werden. So müsse zunächst auf der Agenda stehen, dass auch die Privat- und Betriebsärzte mit Impfstoff versorgt würden, so ein Sprecher der Kammer. „Wir verstehen den politischen Willen so, dass Apotheken erst zum Zuge kommen sollen, wenn alle bislang vorhandenen oder vorgesehenen Impfstellen hinreichend mit Impfstoff versorgt sind und mehr Impfstoff zur Verfügung steht, als durch diese verimpft werden kann.“ Danach sei „zum schnellstmöglichen Erreichen einer höheren Durchimpfungsrate auch eine Beteiligung von Apotheken zur Pandemie-Bekämpfung sinnvoll“.

Bei der Kammer geht man auch davon aus, dass „die politisch Verantwortlichen im Fall des Falles die Ärzteschaft mit ins Boot holen“. Unabdingbar sei ferner, dass „sämtliche Haftungsfragen vor einer eventuellen Umsetzung des Vorschlags geklärt sind“, so der Sprecher.

„Falls es unter diesen Voraussetzungen zu Corona-Impfungen in Apotheken kommen sollte, schlagen wir außerdem vor, dass in Apotheken bevorzugt der Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer verimpft werden sollte. Das bietet sich aufgrund der nicht ganz unproblematischen Herstellung und Transportempfindlichkeit dieses Impfstoffs an.“

Zuvor hatte schon der Apothekerverband (BAV) Zustimmung zu Söders Vorschlag signalisiert: „Grundsätzlich kann man sagen, das Apothekerinnen und Apotheker nach entsprechenden Schulungen fachlich auf jeden Fall in der Lage sind, Impfungen durchzuführen. Die erfolgreichen Modellprojekte zur Grippeimpfung in Apotheken haben das gezeigt. Jetzt gilt es abzuwarten, welchen Rahmen die Politik beim weiteren Corona-Impfverlauf setzt, was natürlich auch von ausreichend vorhandenen Impfstoffen, sowie den Impfkapazitäten in Arztpraxen und Impfzentren abhängt.“

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