ABDA will Ruhe bewahren, Adexa darf nicht streiken

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Berlin -

Gestern hatte SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach angekündigt, die Gespräche mit der Apothekerschaft über Alternativen zum Rx-Versandverbot weiterzuführen. Heute folgte prompt die Einladung: Am 27. April bittet der SPD-Gesundheitspolitiker ABDA & Co. zum Gespräch. Dass sich die ABDA politisch auf einen Kompromiss nach Vorstellungen der SPD einlässt, ist aber unwahrscheinlich. Auf ihrer Facebook-Seite postet die ABDA Durchhalteparolen.

Bereits gestern hatte ABDA-Präsident Friedemann Schmidt der Suche nach Alternativen zum Rx-Versandverbot eine klare Absage erteilt, weil es keine vernünftigen gebe. „Deshalb ist jetzt auch jegliche Debatte über vermeintlich alternative Konzepte oder Pläne B bis F völlig überflüssig und schädlich.“ Ob die ABDA trotzdem der Einladung Lauterbachs folgt, ist nicht bekannt.

Wie von Lauterbach angekündigt, folgte heute die Einladung zum Gespräch. Die ABDA soll wie schon in den beiden vorangegangenen Runden mit am Tisch sitzen. Geladen waren zuletzt auch der Bundesverband der Versandapotheken BVDVA und die niederländische Versandapotheke DocMorris. Mit am Tisch saß auch Unions-Fraktionsvize Georg Nüßlein (CSU). Weil die Union wie die ABDA jede Alternative zum Rx-Versandverbot ablehnt, ist Nüßlein am 27. April nicht mit von der Partie. Unklar ist, ob das Bundesgesundheitsministerium (BMG) wieder Beobachter schickt. Die beiden ersten Gesprächsrunden hatten keine Annäherung der Standpunkte gebracht.

Derweil reagiert die ABDA auf ihrer Facebook-Seite mit Durchhalteparolen: „Ruhe bewahren – weitermachen! Wir bleiben bei unserer Forderung an die Politik: Das fängt in Berlin an – und geht in der Apotheke vor Ort weiter“, heißt es dort. Darunter schreibt die ABDA auf rotem Untergrund im Stile ihrer Kampagne, „es gibt keine Alternative zum Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln“. Der jetzige Zustand sei weder für Apotheken noch für Patienten tragbar. „Nichtstun ist keine Lösung! Wir bleiben am Ball und machen bei allen politischen Parteien Druck.“

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