Politik soll Apotheker vor Digitalisierung schützen

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Düsseldorf - Am letzten Tag des diesjährigen Treffens hat sich der Deutsche Apothekertag (DAT) ausführlich mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung beschäftigt. Einig waren sich die Delegierten darin, Anwendungen der „wissensgestützten Entscheidungsfindung“, umgangssprachlich als „künstliche Intelligenz“ bezeichnet, zwar zu nutzen, deren Einsatz im Apothekenalltag aber zu kontrollieren. Schutz suchen die Apotheker bei der Politik: Sie soll die Existenz der Apotheker vor den Folgen der Digitalisierung schützen.

ABDA-Präsident Friedemann Schmidt fasste zum Abschluss des DAT die zwiespältige Stimmung zusammen: „Die Digitalisierung ist ein Thema, das mir Sorgen macht.“ Er sehe in vielen Fragen einen Konflikt zwischen den Chancen und Risiken der technischen Entwicklung. Neben den Möglichkeiten halte er daher die Warnungen für gerechtfertigt, „dass wir in die Nähe es Kerns kommen, der unseren Beruf ausmacht: des Kontaktes mit dem Patienten von Angesicht zu Angesicht.“

Zum Auftakt der Diskussion über die Digitalisierung verabschiedeten die Delegierten einen Appell an die Politik, der die Sorgen der Apotheker ausdrückt: Bei allen Maßnahmen und Plänen zur Digitalisierung im Gesundheitssektor solle der Gesetzgeber „dafür Sorge tragen, dass die flächendeckende Arzneimittelversorgung durch öffentliche Apotheken vor Ort nicht gefährdet wird“.

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