Klinikapotheker fühlen sich bestätigt

, Uhr
Berlin -

Klinikapotheker fühlen sich von der aktuellen Gesundheitsministerkonferenz (GMK) bestätigt – der Auftrag der Konferenz an das Bundesgesundheitsministerium (BMG) lautet: Langfristig sollen bundesweit flächendeckend Stationsapotheker und Medikationsdatenbanken eingeführt werden. Die Krankenhausapotheker unterstützen diese Pläne bereits mit einer eigenen Initiative.

Professor Dr. Frank Dörje, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA), kämpft für mehr Stationsapotheker. Zwei Hauptpunkte stehen auf der Agenda der Initiative: Bis zum Jahr 2021 soll es in deutschen Krankenhäusern flächendeckend Stationsapotheker geben. Das Konzept „Closed Loop Management“ soll den bestimmungsmäßigen Gebrauch eines Arzneimittels gewährleisten und Patienten vor möglichen unerwünschten Arzneimittelereignissen und Medikationsfehlern schützen.

So funktioniert der geschlossene Medikationsprozess: Eine elektronische Verordnung wird an den zuständigen Klinikapotheker per Datenübertragung weitergeleitet, dann wird im Unit-Dose-System verblistert und die konfektionierten Medikamente werden an die Station weitergeleitet. Hier findet anschließend eine elektronische Dokumentation der Applikation statt.

Dörje sagt: „Von der Umsetzung dieser Initiative profitieren alle Beteiligten. Die Patienten durch eine qualitätsgeprüfte, wirksame und sichere Arzneimitteltherapie. Ärzte und Pflegekräfte durch klinisch-pharmazeutische Unterstützung und Entlastung in Zeiten knapper personeller Ressourcen. Und die Solidargemeinschaft insgesamt durch eine effektive Arzneimitteltherapie ihrer Versicherten.“ Dörje arbeitet seit 20 Jahren als Krankenhausapotheker, er leitet die Klinikapotheke des Universitätsklinikums Erlangen. Bundesweit gibt es derzeit 377 Klinikapotheken.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Zwischen Impfstoff und Intensivmedizin
Corona-Alltag in Klinikapotheken »
Mehr aus Ressort
Verweis auf Grippeapotheken
Abda: Apotheken können boostern »
Minister stellt Gremium zur Disposition
Spahn: Stiko taugt nicht für Pandemie »
Weiteres
Wenig Interesse an Telemedizin
Stada-Umfrage: Arzt sticht App»
EU muss Schnittstellen-Verordnung absegnen
E-Rezept: Vorerst keine Daten für Vor-Ort-Plattformen»
Verweis auf Grippeapotheken
Abda: Apotheken können boostern»
Minister stellt Gremium zur Disposition
Spahn: Stiko taugt nicht für Pandemie»