Kammerbeiträge

Der Norden bittet zur Kasse Lothar Klein, 08.11.2016 18:15 Uhr

Berlin - In Hamburg und Schleswig-Holstein müssen sich die Apotheker auf steigende Kammerbeiträge einrichten: Heute Abend soll die Kammerversammlung in Hamburg eine einmalige Beitragserhöhung beschließen. Und in Schleswig-Holstein soll der Kammerbeitrag pro Jahr 400 Euro teurer werden. Dort sollen die Mitglieder am 16. November abstimmen. Im Norden steht auch die Kürzung des Rechnungszinssatzes für die Apothekerversorgung auf dem Plan.

Im Hamburg soll die umsatzbezogene Beitragsstaffelung bestehen bleiben. Der jeweilige „Betriebsstättenbeitrag“ soll jedoch um 20 Prozent steigen. Für eine Apotheke mit einem Jahresnettoumsatz von ab zwei Millionen Euro soll der Monatsbeitrag auf 180 Euro steigen. Apotheken mit mehr als drei Millionen Euro sollen 300 Euro monatlich an die Kammer überweisen. Der Beitrag steigt laut Tabelle der Kammer kontinuierlich bis auf den Höchstsatz von 2745 Euro pro Monat für Apotheken mit einem Nettoumsatz ab 640 Millionen Euro. Für umsatzschwache Apotheken unter 500.000 Euro jährlich entfällt der Kammerbeitrag.

Apothekeninhaber, -pächter oder -verwalter sollen zudem einen „Grundbetrag“ von 25 Euro monatlich an die Kammer abführen. Angestellte Kammermitglieder sollen ebenfalls 25 Euro monatlich zahlen. Bei einer Teilzeitbeschäftigung zwischen 10 und 25 Stunden sinkt der Grundbeitrag auf 12,50 Euro im Monat. Wer unter zehn Wochenstunden angestellt arbeitet, soll nur noch 6,25 Euro Grundbeitrag zahlen.

Begründet wird die geplante Beitragserhöhung mit der „Neuprogrammierung der Mitgliederverwaltung“ und notwendigen Rückstellungen für eventuelle Mehrwertsteuerforderungen. „Beides sind einmalige Aufwendungen, die ausschließlich im Jahr 2017 entstehen“, heißt es in den Erläuterungen zur Tagesordnung.
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