Versorgungswerke

Flexi-Rente: Altersteilzeit für Apotheker Lothar Klein, 19.01.2017 09:15 Uhr

Berlin - Angestellte Apothekenmitarbeiter können ab Mitte des Jahres ihren Renteneintritt flexibler gestalten als bisher: PTA, PKA und andere Angestellte ab 63 Jahren können dann Teilrente beziehen und bis zu 6300 Euro jährlich hinzuverdienen. Flexi-Rente heißt das Modell der gesetzlichen Rentenversicherung. Für berufsständisch versicherte Apotheker wären solche Modelle schon immer möglich gewesen, in der Realität gibt es solche gleitenden Übergänge so gut wie nicht. Nur der Verbund der Versorgungswerke Niedersachsen und Berlin bietet seit Kurzem Flexi-Rentenmodelle an. Die sind aber wenig beliebt.

„Bisher haben nur zwei Werke – Niedersachsen und Berlin – solche Regelungen“, erklärt Stefan Strunk, Geschäftsführer Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen (ABV). „Im Gesamtsystem der berufsständischen Versorgung gibt es zwar Überlegungen zu einer solchen Flexibilisierung des Renteneintritts, im Bereich der Apotheker wohl jedoch eher zögerlich.“ Laut Strunk ist die Resonanz bei den Apothekern bisher zurückhaltend. Im Vergleich zu anderen Heilberufen halte sich das Interesse bei den Pharmazeuten in Grenzen. „Wohlverdienter Ruhestand – was eigentlich verlockend klingt, bereitet manchem, der auf den Tag X zusteuert, auch Unbehagen. Denn der abrupte Wechsel nach vielen erfüllten Berufsjahren bedeutet für Selbstständige wie auch für Angestellte eine große Umstellung“, preist das Versorgungswerk Niedersachsen sein Modell als „die wahre Flexi-Rente“ an. Viele Neuruheständler entdeckten neue Betätigungsfelder und Hobbys. Für viele öffne sich anstelle der täglichen Begegnung mit Kollegen, Mitarbeitern und Kunden aber auch erst einmal eine große Lücke im Tagesablauf. „Manche Vollzeitberufstätige erleiden einen regelrechten ‚Verrentungsschock!‘“ Ein gleitender Übergang vom Berufsleben in die Rentenphase habe dagegen viele Vorteile: „Mit der neuen vorgezogenen Teilaltersrente eröffnet die Apothekerversorgung Niedersachsen ihren Mitgliedern genau diese Option.“ Das Prinzip sei so „einfach wie charmant“: Bereits seit vergangenem Jahr können Apotheker bis zu fünf Jahre vor dem regulären Renteneintrittsalter einen Teil der monatlichen Altersrente beziehen. Weiterarbeiten ist ebenso möglich wie weitere Einzahlungen ins Versorgungswerk.

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