Kammer senkt Beitrag und schließt Apotheke

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Berlin - Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Lage der gut 300 Apotheken im Saarland hat die Kammerversammlung eine leichte Senkung des Pflichtbeitrags beschlossen. Für eine kleinere Apotheke sinkt somit der Jahresbeitrag um rund 1000 Euro. Auf der Kammerversammlung wurde zudem über eine anlaufende Studie der Uni Saarbrücken über einen leichter verständlichen Beipackzettel und über die Zwangsschließung einer Apotheke berichtet.

Die Senkung des Kammerbeitrag wurde nach Angaben der Kammer möglich, weil sich im laufenden Wirtschaftsjahr 2017 die Einnahmen besser entwickelt haben als erwartet. Bezogen auf die Umsatzsteuerzahllast der Apotheken sinkt daher für 2018 der Beitragssatz von 0,025 auf 0,023 Prozent. Der Kammerbeitrag wird im Saarland jedes Jahr mit dem Haushalt neu festgesetzt.

Im Saarland gibt es derzeit knapp über 300 Apotheken. Deren Zahl war im Jahr 2016 um 33 Apotheken oder knapp zehn Prozent gesunken. Vor zehn Jahren gab es im Saarland noch 360 Apotheken. Damit liegt Apothekendichte im Saarland immer noch über dem Bundesdurchschnitt. Auf 100.000 Einwohner kommen dort 31 Apotheken – im Bundesschnitt sind dies weniger als 25.

Im Frühsommer 2015 hatte die Kammer des Saarlandes die Apothekenaufsicht von der Landesregierung übernommen. Jetzt musste sie handeln: Weil ein Apotheker die Vorschriften der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) permanent ignorierte, wurde ihm die Betriebserlaubnis entzogen. Im Lager fanden sich beispielsweise 187 Arzneimittelpackungen, deren Verfallsdaten bereits abgelaufen waren. Offenbar hatte der Apotheker zuvor abgelaufenen Arzneimittel noch abgegeben.

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