Immunkarte: Antikörpernachweis aus der Apotheke

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Was allerdings im öffentlichen Raum eine Rolle spielt: Antikörper zu haben, ist noch nicht der Nachweis steriler Immunität. Auch wer immun ist, könnte eventuell noch andere anstecken. Hier ist momentan die Wissenschaft gefragt, Erkenntisse zu liefern. Was bisherige Untersuchungen aber zeigen: Selbst wenn die sterile Immunität nach einer Impfung nicht hundertprozentig gegeben sein sollte, scheint sich das Infektionsrisiko massiv zu verringern.

Al-Marie geht deshalb davon aus, dass durch Nachweise wie die Immunkarte selbst im schlechtesten Falls Sicherheitsmaßnahmen besser angepasst werden könnten. „Es gibt ja auch die Möglichkeit, differenziertere Regeln einzuführen, um die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen. Wir haben immer noch begrenzte Testkapazitäten – und die sollten wir doch so effizient wie möglich einsetzen und nicht für Menschen, die nachweislich immunisiert sind“, sagt er. „Das heißt nicht, dass Geimpfte plötzlich alles wieder dürfen. Aber es wäre doch zum Beispiel möglich, zu regeln, dass Testergebnisse älter als 24 Stunden sein dürfen, wenn jemand nachweislich immunisiert ist.“

Wohin die Reise bei den Alltagsregeln geht, kann natürlich auch er noch nicht sagen. „Wir stellen die Informationen zur Verfügung, von denen politisch entschieden wurde, dass sie wichtig sind. Welche Maßnahmen dann damit umsetzt werden, ist eine politische Frage.“ Gerade deshalb bestehe jetzt aber die Möglichkeit, sich einzubringen. Für die Apotheken seien die Tests nämlich nicht nur ein angenehmer Zuverdienst, sondern auch ein Imagegewinn. „Es geht nicht darum, dass wir etwas verkaufen und die Apotheken es weiterverkaufen, sondern darum, dass die Apotheken zeigen, was sie können – nämlich einen weiteren wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Pandemie zu beenden.“

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