Barmer-Chef Straub verteidigt Homöopathie

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Die Forderung, Homöopathika aus der Apothekenpflicht zu entlassen, gefährde das Patientenwohl, so Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI). „In Drogeriemärkten am Selbstbedienungsregal findet sicherlich keine Beratung statt.“ Auch einen Nennung der Bestandteile in deutscher Sprache sei abzulehnen: Form und Sprache der Packungsbeilage seien verpflichtend vorgeschrieben.

„Die Inhalte – Wirkung und Anwendung, Anwendungsbeschränkungen und Warnhinweise, Dosierung und Nebenwirkungen – sind gesetzlich geregelt und in deutscher Sprache verfasst.“ Homöopathische Arzneimittel würden seit Jahrzehnten unproblematisch angewendet. Fahrenkamp: „Die Verbraucherschützerin redet Verständnisschwierigkeiten künstlich herbei.“ Wichtig sei, dass der Patient das für seine Erkrankung passende Arzneimittel erhalte. „Deswegen ist es umso wichtiger, dass die Arzneimittelberatung und -abgabe in den Händen von Medizinern Ärzten und Apothekern liegt.“

Auch Dr. Hermann Kortland, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) findet, dass Homöopathika aus gutem Grund apothekenpflichtig sind: „Mit der Apothekenpflicht wird eine sachgerechte Anwendung homöopathischer Arzneimittel im Rahmen einer heilberuflichen Beratung des Apothekers sichergestellt. Und das ist wichtig für die Patientensicherheit. Nur der Status der Apothekenpflicht gewährleistet, dass der Apotheker im Zweifel auch auf die Grenzen einer homöopathischen Behandlung hinweisen kann.“

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