Brexit: Und nun, Celesio?

/ , Uhr aktualisiert am 24.06.2016 09:27 Uhr

Berlin - Die Wirtschaftsbeziehungen zu Großbritannien sind eng. Der Brexit trifft nicht nur die Exportwirtschaft, sondern auch Unternehmen mit Niederlassungen auf der Insel. Auch Celesio und Phoenix sind betroffen. Inbesondere der Konzern aus Stuttgart ist extrem abhängig vom britischen Markt – in guten wie in schlechten Zeiten.

Mehr als 2500 deutsche Firmen haben Niederlassungen in dem Land. Sie beschäftigen etwa 420.000 Menschen, die meisten davon Briten. Zu den größten deutschen Arbeitgebern auf der Insel gehört neben der Deutschen Post (DHL) mit 48.000 Mitarbeitern und der Deutsche Bahn (Arriva) der Pharmahändler Celesio.

Der Stuttgarter Konzern ist mit der Apothekekette Lloydspharmacy und dem Pharmagroßhändler AAH präsent. Knapp ein Drittel des Konzernumsatzes erwirtschaftet Celesio in Großbritannien. Mehr als 20.000 Menschen arbeiten für den Konzern in Großbritannien, jeder zweite Arbeitsplatz ist damit betroffen.

Celesio erklärte, man respektiere die Entscheidung der Wähler, die Mitgliedschaft ihres Landes in der EU aufzugeben. Was die Beziehung von Großbritannien zur EU angehe, müssten in der Zukunft die entsprechenden Entscheidungen getroffen werden. Der Konzern weist darauf hin, dass das Vereinigte Königreich zunächst zwei Jahre lang Mitgliedstaat bleiben wird. „Es wird daher keine unmittelbare Folgen für unsere britischen Tochterfirmen oder deren Kunden geben“, so ein Sprecher. „Jetzt, da diese wichtige politische Frage entschieden ist, wird Celesio für die Patienten in Großbritannien da sein, so wie in den anderen elf europäischen Ländern auch, in denen wir tätig sind.“

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