Grippeimpfung für 3,99 Euro?

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Berlin - Schon bald könnten die ersten Kunden in der Apotheke ihre Grippeimpfung erhalten – der Gesetzgeber hat Modellprojekte freigegeben. Aber wie viele Apotheker würden das überhaupt anbieten – und zu welchem Preis? Antworten auf diese und andere Fragen liefert eine aposcope-Umfrage aus der Reihe ACAlert im Auftrag von ACA Müller ADAG Pharma AG.

Mit dem Masernschutzgesetz wurde die Möglichkeit geschaffen, dass Krankenkassen mit den Apothekerverbänden Verträge über „regionale Modellvorhaben zur Durchführung von Grippeschutzimpfungen in Apotheken“ abschließen können. In den Verträgen sind laut Gesetz nicht nur die Voraussetzungen und die konkrete Durchführung zu regeln, sondern explizit auch „deren Vergütung und deren Abrechnung“. Das erklärte Ziel des Gesetzgebers ist allerdings eine „Verbesserung der Impfquote“ – was übrigens auch die meisten Apotheker erwarten würden.

Grundsätzlich ist eine breite Mehrheit der Teilnehmer auch der Ansicht, dass es für die Apotheken wichtig ist, sich neue Honorarquellen abseits der Packungsabgabe zu erschließen. 36 Prozent stimmen dieser Aussage vollkommen zu, weitere 55 Prozent stimmen generell zu. Neun von zehn Apothekern wollen sich unabhängiger von der „normalen“ Rx-Abgabe machen, das ist die erste Erkenntnis der Umfrage.

Spannend ist die daraus resultierende Frage, ob die Grippeimpfung einen Beitrag zur Finanzierung der Apotheken leisten kann. Beim ACAlert wurden hierzu zwei Einschätzungen abgefragt: Was wäre aus Sicht der Apotheker eine angemessene Vergütung für die Leistung und wie viel wären die Krankenkassen schätzungsweise bereit, dafür zu zahlen. Die Branche gibt sich keinen Illusionen hin: Die Werte fallen deutlich auseinander. Auffällig ist, dass die angestellten Apotheker mehr Geld verlangen würden als ihre Chefs und auch eine entsprechende Erwartung an das Verhalten der Krankenkassen haben.

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