Efluelda treibt Impfstoffausgaben

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Berlin -

Im Oktober haben die Krankenkassen 334 Millionen Euro für Impfstoffe ausgegeben, ein Plus von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist laut Frühinformation des Deutschen Apothekerverbands (DAV) auf die neuen und deutlich teureren Hochdosisimpfstoffe gegen Grippe zurückzuführen.

Auf Grundlage der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) sollen Menschen ab 60 Jahren in dieser Grippesaison vorzugsweise mit dem Hochdosisimpfstoff Efluelda (Sanofi) immunisiert werden; der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hatte seine Impf-Richtlinie entsprechend angepasst. Da Efluelda etwa dreimal so viel kostet wie der bekannten Grippeimpfstoffe, sind deutliche Ausgabensprünge zu erwarten gewesen. Im vergangenen Jahr war der Impfstoff in US-Aufmachung Teil der nationalen Reserve gewesen.

Erste Hintergrundanalysen für den Monat September zeigen laut DAV, dass der Wechsel zum Hochdosisimpfstoff zu Mehrausgaben von rund 70 Millionen Euro geführt hat und damit für den gesamten Anstieg der Impfstoffausgaben verantwortlich ist. Seit Januar haben die Kassen laut DAV insgesamt 1,6 Milliarden Euro für Impfstoffe ausgegeben, ein Plus von 11,7 Prozent.

Die Arzneimittelausgaben sind im Oktober um 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen auf 3,67 Milliarden Euro. Die Anzahl der eingelösten Rezepte wuchs um 1,3 Prozent. Hierbei ist laut DAV zu berücksichtigen, dass der Oktober einen Arbeitstag weniger hatte und dass im Vorjahr die Mehrwertsteuer bei 16 statt 19 Prozent gelegen hatte. Im bisherigen Jahresverlauf ergibt sich – bei Abnahme der Rezeptzahl um 1,5 Prozent – ein Ausgabenplus von 10 Prozent auf 37 Milliarden Euro. Davon abzuziehen sind die Einsparungen durch Rabattverträge, die sich laut vorläufigen Rechnungsergebnissen des DAV auf knapp 2,5 Milliarden Euro summieren (plus 6 Prozent).

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