BKK erstattet Globuli ohne Beratung

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Wie emotional aufgeladen das Thema Homöopathie ist, erlebte die Techniker Krankenkasse (TK) erst in diesem Frühjahr: Mit einem unglücklichen Tweet provozierte die Kasse einen regelrechten Shitstorm. Ein Nutzer wollte bei Twitter wissen: „Liebe Techniker, können Sie mir als Versichertem saubere, wissenschaftliche Studien nennen, die die Wirksamkeit von Homöopathie belegen?“

Die Kasse antwortete mit einer Gegenfrage: „Lieber @IlloSZ, können Sie uns saubere, wissenschaftliche Studien nennen, die die Nicht-Wirksamkeit von Homöopathie belegen?“ Viele Nutzer in den sozialen Medien kritisierten daraufhin, dass die Kasse Leistungen bezahle, deren Wirkung nicht belegt sei. Und sie lieferten zahlreiche Beispiele für Präparate oder Leistungen, die sie nun auch gerne erstattet bekämen.

Daraufhin ruderte die Kasse zurück: „Wollen wir uns jetzt erst einmal alle beruhigen und dann mal in Ruhe über Homöopathie sprechen? Ja, unser Tweet von heute Nacht war nicht gut.“ Weiter hieß es in der Stellungnahme: „Es gibt viele Versicherte, die sich homöopathische Angebote wünschen, und es gibt viele Versicherte, die diese ablehnen. Das führt zu kontroversen Diskussionen.“ Es sei nun einmal ein Fakt, dass manche Versicherte sich komplementärmedizinische Angebote wünschten – in Ergänzung zur Schulmedizin. Sie setzten bei Beschwerden auf eine, gegebenenfalls begleitende, ergänzende Therapie. „Wir nehmen diese Wünsche ernst und setzen sie auf einem qualitativ hochwertigen Niveau um“, so die TK.

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