Barmer-Vize erwartet Sparpaket

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Berlin - Die Arzneimittelausgaben der Barmer GEK sind zuletzt um fast 10 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Schuld daran ist laut dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Rolf-Ulrich Schlenker vor allem der zu Jahresbeginn von 16 auf 7 Prozent gesenkte Herstellerabschlag. Er geht deshalb davon aus, „dass wir uns über kurz oder lang über Kostendämpfungsmaßnahmen im Arzneimittelbereich unterhalten werden“, sagte er bei der Vorstellung des Barmer GEK Arzneimittelreports.

Die Kassen hätten im vergangenen Jahr 30,2 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben – nach 29,4 Milliarden im Jahr davor. Der Anstieg sei mit 2,4 Prozent zwar moderat gewesen, habe im letzten Quartal aber deutlich an Fahrt aufgenommen, so Schlenker. Dieser Trend habe sich 2014 fortgesetzt: Allein im März seien die Arzneimittelausgaben um 10,2 Prozent gestiegen.

Wegen der Absenkung des Herstellerabschlags könnten Arzneimittel wieder ein Kostentreiber werden, fürchtet Schlenker. Die Barmer strebe als Gegenmaßnahme bei ihren Rabattverträgen eine Umsetzungsquote von mehr als 80 Prozent an.

Kritisch sieht die Kasse in diesem Zusammenhang die Erstellung der Substitutionsausschlussliste. Je mehr Wirkstoffe die vom G-BA erstellte Liste umfasse, desto geringer seien die Einsparmöglichkeiten aus den Rabattverträgen.

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