21 Betriebe in zwei Jahren

Apothekensterben in München

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München -

Auch in München sinkt die Apothekenzahl seit Jahren. Zwischen 2022 und 2024 haben insgesamt 21 Apotheken für immer ihre Türen geschlossen. Von dem Abwärtstrend sind insgesamt 17 der 25 Stadtbezirke betroffen. Das ergab eine Anfrage der CSU-Fraktion beim Gesundheitsreferat (GSR) der Landeshauptstadt München.

Auch in München hält das Apothekensterben an. Allerdings sind nicht alle Bezirke im gleichen Maße betroffen. In 17 von 25 Bezirken hat die Zahl der Apotheken demnach zwischen 2022 und 2024 abgenommen. In den acht Bezirken Maxvorstadt, Sendling, Moosach, Milbertshofen-Am Hart, Bogenhausen, Trudering-Riem, Obergiesing-Fasangarten und Aubing-Lochhausen-Langwied hat sich die Apothekenanzahl 2024 im Vergleich zu 2022 nicht verändert.

Die meisten Schließungen gab es demnach in Schwabing-Freimann. Hier versorgen nur noch 17 Betriebe die Bevölkerung; 2022 waren es noch 20. Auch in den Bezirken Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und Ramersdorf-Perlach mussten je zwei Betriebe schließen.

Die meisten Apotheken gibt es laut GSR mit 22 Betrieben in Neuhausen-Nymphenburg. Im Vergleichszeitraum ist die Zahl um einen Standort zurückgegangen. Der Bezirk mit den wenigsten Apothekenstandorten ist Allach-Untermenzing; hier ist die Zahl von sechs Betrieben im Jahr 2022 auf nur noch fünf im Jahr 2024 gesunken.

Prognose: Zu viele Unbekannte

Die Stadtverwaltung sollte auch eine Prognose abgeben, wie die Versorgung mit Apotheken sich künftig entwickeln werde. Doch das GSR winkt ab: „Der zukünftige Verlauf der Anzahl von Apotheken in München ist von zahlreichen Faktoren abhängig, deren jeweilige Einwirkung und Entwicklung nicht vollständig bekannt sind“, heißt es in der Antwort.

Eine Bedarfsplanung und eine daraus resultierende Kenntnis beispielsweise der Altersstruktur von Apothekeninhaber:innen sowie der Rate erfolgreicher Nachfolgeregelungen existieren nicht. „Eine belastbare, quantitative Prognose, ob sich der über die Jahre 2022 bis 2024 beobachtbare Rückgang der Anzahl der Apotheken fortsetzt, ist jedoch weder für das Stadtgebiet noch auf Stadtbezirksebene möglich.“

Einfluss der Versender

Auch hinsichtlich des wachsenden Einflusses großer Versender auf den Markt wagt das GSR zwar keine Prognose, allerdings bekundet es: „Dem GSR ist nicht bekannt, wie sich die Nutzung von Versandapotheken in der Zukunft entwickelt und welche Auswirkungen dies auf die Anzahl von Apotheken in München haben wird. Es ist zu befürchten, dass der Bezug von Medikamenten im Versandhandel den Präsenzapotheken einen Teil ihrer ursprünglichen Geschäftsgrundlage entzieht.“

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