Über Homöopathie lässt sich streiten

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Auch Dr. Hermann Kortland, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) findet, dass Homöopathika aus gutem Grund apothekenpflichtig sind: „Mit der Apothekenpflicht wird eine sachgerechte Anwendung homöopathischer Arzneimittel im Rahmen einer heilberuflichen Beratung des Apothekers sichergestellt. Und das ist wichtig für die Patientensicherheit. Nur der Status der Apothekenpflicht gewährleistet, dass der Apotheker im Zweifel auch auf die Grenzen einer homöopathischen Behandlung hinweisen kann.“

Die DHU erklärte, dass bei den fast 30.000 Anfragen, die pro Jahr am Standort in Karlsruhe eingehen, der Wunsch nach deutscher Bezeichnung noch nie Thema gewesen sei. Insofern sei aus Verbrauchersicht kein Handlungsbedarf zu erkennen. „Es wurden übrigens auch noch nie fachlich chemische Namen wie Propranolol von schulmedizinischen Produkten mit dem Ansinnen einer deutschen Übersetzung infrage gestellt.“

Oft seien die homöopathischen Namen sogar besser bekannt als die deutschen Bezeichnungen, so das Argument. „Es wäre ein Nachteil für die Verbraucher weltweit, in jedem Land die Präparate in die Landessprache rückzuführen. Die Homöopathie arbeitet da mit einem modernen, konsistenten und global funktionierendem System“, teilte DHU mit. Alle Namen beziehungsweise deren Übersetzung seien in der Literatur zu finden und im Web aufrufbar.

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