APOSCOPE-Wahlumfrage

Apothekerpartei: Gelb war gestern

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Berlin -

Die Partei der Apotheker – das will die FDP partout nicht mehr sein. So schenken weite Teile des Berufsstands ihr Vertrauen der Union. Doch wer mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nichts anfangen kann, der sucht vielfach vergeblich nach einer politischen Heimat für seine beruflichen Interessen. Das ist der Ergebnis der Wahlumfrage von APOSCOPE.

CDU und CSU sind klarer Favorit in der Offizin: 41,7 Prozent der Teilnehmer der Wahlumfrage finden, dass die Union sich am meisten für die Apotheken einsetzt. Das ist mit Abstand das beste Ergebnis aller Parteien. In der Gunst der Approbierten liegt die Union mit 53,7 Prozent vorn; von den PTA sehen nur 26,2 Prozent CDU/CSU als Partei für die Apotheken. Das entspricht im Wesentlichen den Ergebnissen der vorherigen APOSCOPE-Wahlumfrage aus dem März.

Ansonsten herrscht weithin Ratlosigkeit: 15 Prozent haben keine Meinung zu dieser Frage und weitere 23,5 Prozent machten keine Angabe. Bei den PTA können 60,2 Prozent nach eigenem Bekunden nicht einschätzen, welche der großen Parteien sich am meisten für die Apotheken einsetzt, bei den Apothekern sind es immerhin noch 34,9 Prozent.

Allein Die Linke fährt noch ein akzeptables Ergebnis ein: 11,2 Prozent finden, dass sie die beste Politik für die Apotheken macht. Dass nur 8,5 Prozent der Partei tatsächlich ihre Stimme geben wollen, zeigt, dass die Partei die Apotheker vor allem mit ihrer Gesundheitspolitik überzeugt. Keine andere Partei – weder SPD noch FDP oder Grüne – kommt in dieser Frage über 3 Prozent Zustimmung.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat bei den Apothekenteams einen ganz guten Stand – auch wenn ihm die Branche kein exzellentes Zeugnis ausstellt: 22 Prozent benoten Gröhe mit „Gut“, 3,6 Prozent vergaben die Spitzennote „Sehr gut“.

Doch der Gesundheitsminister hat nicht alle überzeugt: Immerhin 17,3 Prozent gaben nur ein „Ausreichend“, 9,3 Prozent sogar ein „Mangelhaft“. Und 2,1 Prozent sagen „Ungenügend“, 6, setzen. Die meisten Befragten (34,2 Prozent) gaben ein „Befriedigend“, hier halten sich Apotheker und PTA die Waage. 11,6 Prozent haben zu dieser Frage keine Angabe gemacht.

Bei den Approbierten hat Gröhe einen besseren Stand: 5,7 Prozent vergaben „Sehr gut“, 32,6 Prozent „Gut“. Bei den PTA summieren sich beide Noten auf 9,2 Prozent. Allerdings trauen sich hier 20,5 Prozent keine Bewertung zu, bei den Apothekern sind es nur 4,7 Prozent. Zum Vergleich: Im März gaben 54 Prozent der Apotheker Gröhe die Noten „Sehr gut“ oder „Gut“. Bei den PTA waren 15 Prozent zufrieden oder sehr zufrieden mit der Arbeit des Ministers.

An der APOSCOPE-Umfrage nahmen am 25. August 2017 insgesamt 527 Inhaber, angestellte Apotheker und PTA teil.

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