Ärzte diskutieren Telemedizin

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Berlin - Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern berät in Rostock über die künftigen Möglichkeiten der medizinischen Fernbehandlungen. Dabei sollen Patienten in ihrem Zuhause von Ärzten in entfernt liegenden Praxen oder Krankenhäusern mit telemedizinischer Technik begutachtet werden.

Wie Kammerpräsident Dr. Andreas Crusius sagte, ist die Grundlage für die Beratung ein Beschluss des Deutschen Ärztetages vom Mai dieses Jahres. Dort wurde das dahin geltende Berufsrecht gelockert, das die „ausschließliche“ Fernbehandlungen per Internet und Video untersagte. Laut Crusius wäre es wünschenswert, die Fernbehandlung auch in Mecklenburg-Vorpommern zu ermöglichen – allerdings nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Patienten und einer umfassenden Aufklärung durch den Arzt.

Befürwortern zufolge sollen mit den Online-Sprechstunden unnötige Wege und Wartezeiten erspart werden. Kritiker befürchten dagegen eine dramatische Veränderung des Arzt-Patienten-Verhältnisses. Den Angaben zufolge haben die Ärztekammern Berlin, Bremen und Rheinland-Pfalz der Fernbehandlung bereits zugestimmt, Brandenburg dagegen habe die
Änderung abgelehnt. In Thüringen müsse der Arzt den Patienten kennen.

Aber es gebe genügend Fälle, bei denen sich eine Fernbehandlung ausschließe, sagte der Kammerpräsident. Dazu gehörten beispielsweise fiebrige Kinder oder Akutpatienten, bei denen schwerwiegende Veränderungen ihrer körperlichen und geistigen Verfassung auftreten. Solche Fälle bedürften des direkten Kontaktes mit den behandelnden Ärzten. In der Rostocker Ärztekammer werden darüber rund 70 Mediziner beraten.

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