Monopolkommission

ABDA: Chroniker fliehen zum Versandhandel APOPTHEKE ADHOC, 21.09.2018 14:07 Uhr

Berlin - In ihrem im Juli vorgestellten Gutachten empfahl die Monopolkommission der Bundesregierung eine grundlegende Reform des Apothekenmarktes. Die Experten um Professor Dr. Achim Wambach schlugen einen „sanften Preiswettbewerb“ vor: Die heutigen Festpreise der Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) sollen in einem ersten Schritt durch rabattfähige Höchstpreise abgelöst werden. Dagegen protestierte die ABDA prompt. Jetzt hat sie in einer Stellungnahmen ausführlich Position bezogen und kritisiert die Monopolkommission massiv.

Unter anderem bezog sich die Monopolkommission auf das 2hm-Gutachten des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi). Das hält die ABDA für verfehlt: Denn gleichzeitig würden die Berechnungsgrundlagen und Methoden von 2hm im Gutachten der Monopolkommission „deutlich kritisiert“. „Angesichts fundamentaler methodischer Fehler und einem fehlenden Grundverständnis der Materie im 2hm-Gutachten fällt der inkonsistente Umgang der Monopolkommission mit diesem negativ auf“, so die ABDA.

Schon das fehlende Verständnis dessen, was Apotheken leisteten und welche Rahmenbedingungen sie dabei zu beachten hätten, mache das 2hm-Gutachten „als Grundlage für Handlungsempfehlungen unbrauchbar“. „Die Bezugnahme auf das von ihr selbst als defizitär dargestellte Gutachten schwächt die Aussagekraft der Schlussfolgerungen und Handlungsempfehlungen der Monopolkommission zusätzlich.“

Insbesondere setzt sich die ABDA-Stellungnahme mit Vorschlag der Monopolkommission für einen „sanften Preiswettbewerb“ auseinander. Zur Umgestaltung des Vergütungssystems schlugen Wambach & Co. vor, in einem ersten Schritt die Zuzahlungen gesetzlich krankenversicherter Patienten für Rx-Arzneimittel durch die Gewährung von Rabatten zu reduzieren.

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