Zanosar: Ende des Einzelimports

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Berlin - Heute ist es soweit, dann wird Zanosar (Streptozocin) über Riemser erhältlich sein. Bislang konnte das Zytostatikum nur als Einzelanforderung an den deutschen Markt geliefert werden. Dabei hatte Riemser das Arzneimittel bereits zum 1. November gelistet.

Riemser hatte 2014 das französische privat geführte Unternehmen Keocyt übernommen. Der Arzneimittelhersteller mit Sitz in Paris war auf Arzneimittel zur Behandlung seltener Erkrankungen in den Bereichen Onkologie und Neurologie spezialisiert und passte in die Wachstumsstrategie von Riemser als Spezialpharmaunternehmen. Zum Portfolio von Keocyt gehörte unter anderem das Zytostatikum Zanosar zur Behandlung bestimmter endokriner Pankreastumore.

Zanosar ist zugelassen zur systemischen Behandlung von Erwachsenen mit einem inoperablen, fortgeschrittenem oder metastasierten, progressiven und/oder symptomatischen, gut differenzierten, neuroendokrinen Pankreastumoren (G1 oder G2) und wird in Kombination mit 5-Fluorouracil (5-FU) verabreicht. Die Neuzulassung erleichtert den Vertrieb des einzigen Stretozocin-Präparates am hiesigen Markt.

Das Arzneimittel wird als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung zur systemischen Behandlung angeboten und gilt im Vergleich zu anderen Chemotherapeutika als relativ gut verträglich. Der Nitrosoharnstoff besitzt eine antieoplastische Aktivität, die in vitro und in vivo an Mäusen mit unterschiedlichen Tumoren untersucht wurde. Streptozocin zerfällt spontan zu reaktiven Methylcarbonium-Ionen. Diese alkylieren die DNA und verursachen Quervernetzungen zwischen den DNA-Strängen. Die schweren DNA-Schäden führen schließlich zum Zelltod durch Apoptose oder Nekrose. Außerdem können chromosomale Umlagerungen eine Folge der DNA-Strangbrüche sein.

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