Pankreastumore

Riemser bringt Zanosar APOTHEKE ADHOC, 14.11.2018 07:55 Uhr

Berlin - Riemser hat 2014 den französischen Hersteller Keocyt übernommen. Zu dessen Portfolio gehörte unter anderem auch Zanosar (Streptozocin). Zum 1. November ist das Arzneimittel als Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung gelistet. Voraussichtlich ab Januar wird das Arzeimittel über Riemser erhältlich sein. Bis dahin kann Zanosar über Pharmore für den deutschen Markt geliefert werden.

Zanosar dient der systemischen Behandlung von Erwachsenen mit einem inoperablen, fortgeschrittenem oder metastasierten, progressiven und/oder symptomatischen, gut differenzierten, neuroendokrinen Pankreastumoren (G1 oder G2) und wird in Kombination mit 5-Fluorouracil (5-FU) verabreicht.

Der Nitrosoharnstoff besitzt eine antieoplastische Aktivität, die in vitro und in vivo an Mäusen mit unterschiedlichen Tumoren untersucht wurde. Streptozocin zerfällt spontan zu reaktiven Methylcarbonium-Ionen. Diese alkylieren die DNA und verursachen Quervernetzungen zwischen den DNA-Strängen. Die schwere DNA-Schäden führen schließlich zum Zelltod durch Apoptose oder Nekrose. Außerdem können chromosomale Umlagerungen eine Folge der DNA-Strangbrüche sein.

Die Dosierung richtet sich nach der Körperoberfläche. Möglich sind zwei Schemata, eines über einen Zeitraum von drei und eines über sechs Wochen. Bei Letzterem erhalten die Betroffenen 500 mg/ m² pro Tag als intravenöse Gabe an fünf aufeinanderfolgenden Tagen alle sechs Wochen. Die Therapie wird bis zum Erreichen des maximalen Nutzens oder bis zur behandlungslimitierenden Toxizität fortgeführt.

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