Studie abgebrochen: Hoffnungsträger erreicht Ziele nicht

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2016 wurden die Ergebnisse der Phase-II-Studie Prime zu Aducanumab im Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht. Die Daten deuteten darauf hin, dass der Arzneistoff das Fortschreiten der neurokognitiven Defizite verlangsamen kann.

„Es ist keine Seltenheit, dass Phase-III-Studien negative Ergebnisse bringen“, weiß Dodel, auch wenn die Vorstudien vielversprechend waren. „Das zeigt, wie wichtig es ist, vor der Zulassung alle Phasen der klinischen Prüfung sorgfältig zu durchlaufen. Der Forschungsfortschritt wird immer auch von Rückschlägen wie diesem begleitet, die aber letztlich wieder zu neuen Erkenntnissen beitragen.“

Bislang gibt es noch kein Arzneimittel, das die Krankheit heilen kann. In der Therapie kommen beispielsweise Acetylcholinesterase-Hemmer zum Einsatz, die den Abbau von Acetylcholin an der Synapse verzögert. Der Transmitter sorgt für die Signalübertragung an der Nervenzelle. Außerdem kann der NMDA-Antagonist Memantin die Nervenzellen vor einem übermäßigen Einstrom des Neurotransmitters schützen. Eine Überbelastung soll zu einem Absterben der Nervenzellen führen. Weiterhin können Ginkgo-Präparate in der Behandlung der Alzheimer-Krankheit verwendet werden.

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