Patentablauf

Procoralan: Weg frei für Generika APOTHEKE ADHOC, 03.04.2018 10:50 Uhr

Berlin - Das Patent ist gefallen: Servier hat das Recht auf die alleine Vermarktung von Procoralan (Ivabradin) verloren. Zum 1. April sind zahlreiche Generika verfügbar.

1A/Hexal, Aliud, Aristo, Betapharm, Glenmark, Hennig, Mylan, Puren, Ratiopharm, TAD und Zentiva hatten bereits zum Jahresende die Zulassungen für ihre Ivabradin-Generika in der Tasche. Konkurrenz kommt außerdem von Klinge und Heumann. Servier hatte sich bereits im November einen Vorsprung verschafft und ein eigenes Generikum auf den Markt gebracht. Hersteller ist die polnische Tochter Anpharm, der Vertrieb liegt bei Servier.

Zum 1. April hat Servier die Preise angepasst. Procoralan 5 und 7,5 mg zu 98 Stück kosten nun 114,14 Euro (AVP) statt zuvor 125,60 Euro. Auch Ivabradine Anpharm wurde von 119,87 Euro auf 108,98 Euro gesenkt. Dennoch scheint ein weiterer Preisfall möglich: Die drei günstigsten Präparate kommen aktuell von Betapharm, Mylan und Heumann und sind für 59,98 Euro, 74,66 Euro beziehungsweise 79,74 Euro zu haben. Einen Festbetrag für Ivabradin gibt es bislang nicht.

AbZ, Beta, Heumann, Ratiopharm und Zentiva haben bereits Rabattverträge mit der KKH geschlossen. Anpharm und Servier haben sich die Versorgung der Versicherten diverser AOKen, BKKen, IKKen, der DAK und TK gesichert. Anpharm hat außerdem den Zuschlag von der Barmer erhalten. TAD konnte sich den Zuschlag von der AOK Rheinland/Hamburg sichern.

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