TdPa-Impfung im dritten Trimenon

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Berlin -

Boostrix und Boostrix Polio (GSK) haben vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) eine Zulassungserweiterung bekommen. Die TdPa-Auffrischimpfstoffe können im dritten Schwangerschaftstrimenon angewendet werden und das Neugeborene vor allem vor Keuchhusten schützen. Diese Erweiterung ist europaweit zulässig, eine maternale Immunisierung wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen.

Die Dreifach- beziehungsweise Vierfachimpfung gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Boostrix) und Polio (Boostrix Polio) verfolgen zwei Wirkansätze: Zum einen sollen Mutter und Kind während der Schwangerschaft vor einer Erkrankung geschützt werden. Zum anderen soll das Neugeborene in den ersten Wochen nach der Geburt vor einer lebensbedrohlichen Infektion geschützt werden.

Pertussis ist für die Neugeborenen besonders gefährlich. Die Infektion tritt meist in den ersten Lebensmonaten auf, die Todesrate ist jedoch in den ersten Lebenswochen besonders hoch. Der Erreger Bordetella pertussis ist trotz vieler Impfprogramme noch immer endemisch. Mütter gelten als häufigste Infektionsquelle.

Eine Impfung der Mutter im dritten Trimenon kann durch maternale Antikörper, die während der Schwangerschaft übertragen werden, das Ungeborene schützen. In einer Studie wurden etwa 800 Schwangere mit der TdPa-Impfung zwischen der 28. und 38. Schwangerschaftswoche geimpft. Das Ziel ist ein möglichst hoher Titer an maternalen Antikörpern kurz vor der Geburt. Die werdenden Mütter haben die Immunisierung gut vertragen, es konnten keine Schädigungen für Mutter und Kind festgestellt werden.

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