Pertussis: Luftnot statt Husten

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Berlin -

Wenn ein Säugling an Keuchhusten (Pertussis) leidet, erkennen das Eltern manchmal nicht auf Anhieb. Denn nicht immer husten die Babys, wie der Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte erläutert. Die Erkrankung kann von gefährlichen Atemaussetzern geprägt sein.

Pertussis ist für die Neugeborenen besonders gefährlich. Die Infektion tritt meist in den ersten Lebensmonaten auf, die Todesrate ist jedoch in den ersten Lebenswochen besonders hoch. Der Erreger Bordetella pertussis ist trotz vieler Impfprogramme noch immer endemisch. Mütter gelten als häufigste Infektionsquelle.

Eine Keuchhustenerkrankung kann mehrere Monate andauern und folgt meist einem typischen Ablauf. Bordetella pertussis löst die Erkältungsphase aus. Nach einer Inkubationszeit von bis zu zwei Wochen zeigen die kleinen Patienten typische Symptome wie Schnupfen, leichten Husten und Fieber. Die Betroffenen sind sehr infektiös, die Bakterien setzen sich in den Schleimhäuten der Atemwege fest und geben ihr Toxin ab. Durch Tröpfcheninfektion wird die Erkrankung übertragen. Die erste Phase kann etwa zwei Wochen andauern.

Im Anschluss folgt die Anfallsphase, die bei den kleinen Patienten durch Atemaussetzer gekennzeichnet ist. Luftnot ist ein typisches Anzeichen bei Säuglingen: Die Kinder werden rot, schnappen nach Luft und bekommen blaue Lippen. Im schlimmsten Fall setzt der Atem zeitweise ganz aus. Auch Komplikationen wie eine Mittelohrentzündung oder eine Lungenentzündung sind möglich. Das Risiko, an einer Keuchhusteninfektion zu sterben, ist daher besonders bei Säuglingen und Kleinkindern hoch. Erwachsene hingegen leiden unter krampfartigen Hustenanfällen bis hin zu Würgeanfällen und Erbrechen. Dieses Stadium kann bis zu sechs Wochen andauern.

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